AA

USA: Rice fordert entscheidende Reformen

US-Außenministerin Rice bezeichnet eine Reform der Vereinten Nationen als entscheidend für die künftige Bedeutung der Organisation. Rice verwies auf die jüngsten Skandale.

Wenn die UNO in der internationalen Politik weiterhin eine wichtige Rolle spielen wollten, müssten ihre Unterorganisationen, das Sekretariat und das Management umstrukturiert werden, betonte Rice am Freitag in Washington.

Rice verwies auf die jüngsten Skandale beim Programm Öl für Lebensmittel und bei den Friedenstruppen im Kongo. Sie kritisierte, dass der Sudan in der Menschenrechtskommission der UNO sitzen dürfe. Dort töteten arabische Milizen mit Unterstützung der Regierung in den vergangenen Monaten etwa 180.000 Menschen. Zwei Millionen Menschen flüchteten aus ihren Häusern.

Die Ministerin sagte, sie habe mit John Bolton bewusst einen Kritiker der Vereinten Nationen zum amerikanischen UNO-Botschafter ausgewählt. Die UNO diskutierten derzeit Reformen, wie sie Bolton bereits in der Vergangenheit gefordert habe. Ein Ausschuss des US- Senats wird wahrscheinlich in der kommenden Woche über Boltons Nominierung abstimmen.

Der Senegal kündigte am Freitag an, sich im Zuge der anstehenden UNO-Reform um einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat bewerben zu wollen. Auch Ägypten, Südafrika und Nigeria haben erklärt, dass Afrika besser in dem wichtigen UNO-Gremium repräsentiert sein sollte, mit mindestens zwei Sitzen mit Vetorecht.

Auch Deutschland strebt gemeinsam mit Japan, Indien und Brasilien nach einem ständigen Sitz. Die vier Länder wollen bis Ende des Monats der UNO-Vollversammlung eine entsprechende Resolution vorlegen, wie der deutsche UNO-Botschafter Gunter Pleuger sagte. Der Sicherheitsrat hat derzeit fünf ständige Mitglieder mit Vetorecht – USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich – und zehn nichtständige Mitglieder.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Welt
  • USA: Rice fordert entscheidende Reformen
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.