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USA: Pulitzerpreise für "Los Angeles Times"

Mit zwei weiteren Pulitzerpreisen hat die "Los Angeles Times" ihren Ruf als eine der besten Zeitungen Amerikas gefestigt. Zwei der begehrten US-Medienauszeichnungen gewann diesmal auch das "Wall Street Journal".

Sie erhielt am Montag (Ortszeit) vom Preiskomitee der New Yorker Columbia-Universität die diesjährigen Pulitzer-Ehrungen für internationale Berichterstattung sowie für die Aufdeckung von Missständen in den USA. Im vergangenen Jahr hatte die kalifornische Tageszeitung sogar fünf der mit jeweils 10.000 Dollar (7.700 Euro) dotierten Pulitzerpreise gewonnen.

Zwei der begehrten US-Medienauszeichnungen gewann diesmal auch das „Wall Street Journal“. Die Wirtschaftszeitung wurde für eine bewegende Darstellung des Schicksals von Krebskranken sowie für Filmkritiken ausgezeichnet. Journalisten der „Los Angeles Times“ erhielt die Preise für ihre Berichterstattung über tödliche Fahrlässigkeit und rassistische Diskriminierung in einem Krankenhaus sowie über den Kampf gegen den Terrorismus und für Demokratie in Russland.

Die einst mit Pulitzerpreisen überhäufte „New York Times“ bekam, wie schon im Vorjahr, nur einen der hoch angesehenen Medienpreise ab. Das Flaggschiff des liberalen US-Ostküstenjournalismus wurde für Beiträge über Vertuschungsbemühungen im Zusammenhang mit tödlichen Unfällen an Bahnübergängen ausgezeichnet. Völlig leer ging die ansonsten ebenfalls häufig geehrte „Washington Post“ aus.

Auch US-Zeitungen, die international so gut wie unbekannt sind, wurden wieder mit den nach ihrem Stifter, dem Journalisten und Verleger Joseph Pulitzer (1847-1911), benannten Auszeichnungen geehrt. So ging der Preis für Leitartikel an das kalifornische Blatt „The Sacramento Bee“. Die vor allem auf Long Island bei New York verbreitete Tageszeitung „Newsday“ wurde für Berichterstattung über das ostafrikanische Land Ruanda zehn Jahre nach dem dortigen Völkermord an den Tutsi ausgezeichnet.

Für Kommentare wurde die in Cleveland (Ohio) erscheinende Regionalzeitung „The Plain Dealer“ mit der Begründung ausgezeichnet, sie habe den Unterprivilegierten der US-Gesellschaft eine Stimme verliehen. Mit Artikeln über die Stammzellenforschung verdiente sich die Zeitung „The Boston Globe“ den Pulitzerpreis für den besten erklärenden Journalismus. Die „Chicago Tribune“ gewann die Ehrung im Genre Reportage für eine Story über den Tornado, der 2004 Teile des US-Bundesstaat Illinois verwüstete.

Die amerikanische Nachrichtenagentur Associated Press erhielt für Bilder vom Irak-Krieg den Pulitzerpreis für Nachrichtenfotografie. Bildreporter der Agentur hätten „bewegende Serien von Fotos der blutigen Szenen der einjährigen Kämpfe in irakischen Städten“ übermittelt, hieß es zur Begründung.

Der Literatur-Pulitzerpreis ging an Marilynne Robinson für ihren Roman „Gilead“. Die Auszeichnung für Theaterstücke erhielt John Patrick Shanley für „Doubt, a parable“. Mit dem Sachbuchpreis wurde der Autor Steve Coll für eine entlarvende Darstellung der Hintergründe von CIA-Einschätzungen über Afghanistan und den Terroristenführer Osama bin Laden geehrt.

Zu den Ausgezeichneten gehört auch der Autor Mark Stevens, der einen Pulitzerpreis für seine Biografie des Malers Willem de Kooning erhielt. Der Poesie-Pulitzerpreis ging an den Dichter Ted Kooser für seinen Gedichtband „Delights & Shadows“. Den Musikpreis bekam Steven Stucky für seine Komposition „Second Concerto for Orchestra“.

Mehr Infos im Web

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