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USA-Nordkorea: Finanzstreit beigelegt

Mit der Beilegung eines Finanzstreits zwischen Nordkorea und den USA ist am Montag ein wesentliches Hindernis in den Atomgesprächen mit Pjöngjang ausgeräumt worden.

Das eingefrorene nordkoreanische Bankguthaben in Höhe von 25 Millionen Dollar (18,8 Mio. Euro) wird freigegeben, nachdem das kommunistische Regime versprochen hat, das Geld ausschließlich für humanitäre Zwecke zu verwenden. Die Millionen auf einem gesperrten Konto in Macau würden wie von Nordkorea gefordert zu einer chinesischen Bank transferiert, sagte ein Sprecher des US-Finanzministeriums am Montag. Nun könnten sich die Sechs-Parteien-Gespräche „dem nächsten Problem“ widmen, sagte der US-Gesandte Christopher Hill.

Zum Auftakt der neuen Gesprächsrunde in Peking würdigte der chinesische Unterhändler Wu Dawei die bisherigen Bemühungen um eine Beilegung des Streits über das nordkoreanische Atomprogramm. Wu sprach von „günstigen Bedingungen“ für eine zeitgerechte Umsetzung der erzielten Vereinbarungen. Nordkorea hatte Mitte Februar zugesagt, binnen 60 Tagen seine wichtigsten Atomanlagen abzuschalten – diese Frist endet am 14. April. Im Gegenzug soll das Land umfangreiche Energielieferungen erhalten. An den Sechs-Parteien-Gesprächen sind außer Nordkorea, den USA und Gastgeber China auch Südkorea, Russland und Japan beteiligt.

Die vereinbarte Freigabe der nordkoreanischen Konten ebnet nach Einschätzung der USA den Weg für weitere Fortschritte im Abrüstungsprozess. Das von den USA eingefrorene Geld werde über ein Konto der Bank of China in Peking an Nordkorea überwiesen und dort für Bildungs- und humanitäre Zwecke verwendet, teilte ein Vertreter des amerikanischen Finanzministeriums mit. Die USA hatten die Konten bei der Banco Delta Asia mit Sitz in Macau wegen des Verdachts der Geldwäsche vor 19 Monaten gesperrt.

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