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USA: McLaughlin neuer CIA-Chef

Nach dem Rücktritt des CIA-Chefs George Tenet am Donnerstagmorgen wird John McLaughlin (61 Jahre) vorrübergehend die Nachfolge von Tenet antreten.

Der neue Übergangschef der CIA arbeitet seit über 30 Jahren für den US-Geheimdienst. Der 61-Jährige, der Ende der 60er Jahre als Armeeoffizier in Südostasien im Einsatz war, begann seine Karriere bei der CIA 1972 als Europa- und Russland-Fachmann. Zwischen 1984 und 1985 wechselte der aus McKeesport, Pennsylvania, stammende Politologe dann ins Außenministerium, wo er für den US-Geheimdienst vor allem die Beziehungen zwischen Europa und den Staaten Zentralamerikas, Afrikas und des Nahen Ostens observierte.

Es folgten bis 1989 Stationen erst als stellvertretender Leiter, dann als Leiter der Abteilung für Europäische Analysen. Von 1989 bis 1995 verantwortete McLaughlin die Berichte aus den slawischen und eurasischen Regionen.

Mitte der 90er Jahre war McLaughlin zwei Jahre lang Vorsitzender des National Intelligence Council, einer Denkfabrik der US-Regierung. Ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte die Karriere des Geheimdienstbeamten im Jahr 2000, als der damalige US-Präsident Bill Clinton ihn zum stellvertretenden Leiter der CIA ernannte.

Mitte Juli wird McLaughlin dem bisherigen CIA-Chef George Tenet nachfolgen, der am Donnerstag seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte. McLaughlin übernimmt die Leitung der 17.000 Mann starken Behörde in Langley, Virginia, zu einem Zeitpunkt, da sie aufgrund ihrer Rolle im Vorfeld des Irak-Krieges massiv unter Kritik geraten ist. So wird der CIA unter anderem vorgeworfen, Berichte über irakische Massenvernichtungswaffen auf Grundlage unbestätigter oder strittiger Quellen zusammengestellt zu haben. Auch im Zusammenhang mit dem 11. September musste die CIA Fehler eingestehen.

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