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USA: Gefürchteter Serienmörder gefasst

Einer der spektakulärsten Kriminalfälle in den USA ist nach 30-jährigen Ermittlungen möglicherweise gelöst.

Die Polizei in Wichita (Kansas) gab am Samstag (Ortszeit) die Festnahme eines mutmaßlichen Serienmörders bekannt, der die Bevölkerung lange Zeit in Angst und Schrecken versetzt hatte.

Zum Verhängnis wurde dem Mann, der in Kürze offiziell wegen zehn Morden angeklagt werden soll, anscheinend sein eigenes ausgeprägtes Geltungs- und Mitteilungsbedürfnis. Nach fast 25-jährigem Schweigen hatte er im vergangenen Jahr Botschaften an Medien und die Polizei verschickt – darunter auch einen Brief mit dem Führerschein eines seiner Opfer.

Der Mörder nannte sich „BTK“ – ein Kürzel für „bind, torture, kill“ (fesseln, foltern, töten), das die Art und Weise widerspiegelte, wie der Mann bei seinen meisten Taten vorging. „BTK“ war ursprünglich für acht Morde zwischen 1974 und 1986 verantwortlich gemacht worden. Nach Angaben der Polizei in Wichita sind es aber mindestens zehn. Die meisten Opfer waren Frauen, und alle wurden in ihren eigenen Häusern umgebracht.

Der Name des am Freitag in einem Vorort von Wichita festgenommenen Tatverdächtigen wurde mit Dennis Rader angegeben. Er ist 59 Jahre alt, verheiratet, zweifacher Vater, und er lebte in der selben Straße wie eines seiner Opfer.

Zur Zeit der Mordserie in den siebziger Jahren hatte der als äußerst publicitysüchtig eingestufte „BTK“ wiederholt mit Medien und der Polizei in der Region korrespondiert. Einen Mord meldete er per Notrufnummer sogar selbst der Polizei. Seit 1979 ließ der Mörder dann nichts mehr von sich hören – bis zum März vergangenen Jahres, als plötzlich wieder „BTK“-Briefe bei Medien und der Polizei eintrafen, was die Behörden am Ende anscheinend auf seine Spur brachte.

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