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USA: "Discovery"-Start auf jeden Fall

Die NASA will einen Start der Raumfähre "Discovery" am kommenden Dienstag auch dann wagen, wenn sich das Problem mit einem der vier Treibstoffsensoren nochmals wiederholen sollte.

Das teilte die amerikanische Raumfahrtbehörde am Sonntag nach Beratungen von Technikern mit. Die fehlerhafte Treibstoffanzeige führte am 13. Juli zum Abbruch des Starts. Weshalb der Sensor nicht funktionierte, ist nach Angaben von Wayne Hale, dem stellvertretenden Leiter des Shuttle-Programms, weiter unklar.

Hale räumte ein, dass ein Start mit nur drei statt vier funktionierenden Treibstoffanzeigern im Außentank ein Abweichen von den Sicherheitsregeln der NASA wäre. Zur Feststellung beispielsweise eines Lecks in einem der Tanks werden zwar nur zwei Sensoren benötigt, für den Fall, dass einer davon ausfällt, sollten beim Start aber alle vier funktionieren.

Während einer Pressekonferenz am Sonntag verteidigte Hale die Entscheidung, im Falle eines erneuten Sensor-Defekts von dieser Vorschrift abzuweichen. Ein sicherer Start sei dennoch möglich. Sollte irgendein anderes technisches Problem auftreten, werde der Start hingegen abgebrochen. NASA-Chef Michael Griffin sprach Hale seine Unterstützung aus. Techniker hatten in der vorigen Woche einige Reparaturarbeiten an der „Discovery“ vorgenommen und hoffen, dass das Problem behoben ist.

Der Countdown für den neuen Start hatte am Samstag begonnen. Die „Discovery“ soll beim ersten Flug einer US-Raumfähre seit fast zweieinhalb Jahren sieben Astronauten zur Internationalen Raumstation (ISS) bringen. Sie soll um 10.39 Uhr (16.39 Uhr MESZ) vom Startgelände in Cape Canaveral in Florida abheben. Das ist die gleiche Uhrzeit wie bei der Raumfähre „Columbia“ vor zweieinhalb Jahren. Deren Absturz im Februar 2003 führte zum Stopp des US-Raumfährenprogramms. Damals kamen alle sieben Astronauten bei der Rückkehr zur Erde ums Leben.

Brillen von Linzer Hersteller mit der „Discovery“ ins All

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