USA: Bush wird Atom-Bündnis eingehen

US-Präsident Bush wird erstmals eine umfassende Zusammenarbeit seines Landes mit Russland bei ziviler Atomtechnik erlauben. Die Entscheidung wäre eine Kehrtwende für beide Staaten.

Die Entscheidung werde im Vorfeld des Treffens von Bush mit dem russischen Präsidenten Putin am kommenden Samstag auf dem G-8-Gipfel in St. Petersburg verkündet werden, berichtete die „Washington Post“ am Samstag. Die Entscheidung wäre eine Kehrtwende für beide Staaten.

Die Zusammenarbeit könnte dem Bericht zufolge auch dazu dienen, Russland zu einer besseren Zusammenarbeit im Atomstreit mit dem Iran zu bewegen. Nachdem Bush sich lange gegen eine Atom-Kooperation der USA mit Russland gesträubt habe, wolle er damit nun die konstruktivere Rolle des Landes im Atomstreit des Westens mit dem Iran anerkennen, berichtete das Blatt. Die USA und Russland waren in Atomfragen jahrzehntelang eher Widersacher als Partner.

Die Zusammenarbeit könne einen Umfang von mehreren Milliarden Dollar haben. Russland habe dabei dann unter anderem die Möglichkeit, tausende Tonnen an verbrauchtem Nuklear-Material aus von den USA belieferten Atom-Reaktoren einzuführen und zu lagern.

Für die Zusammenarbeit wäre allerdings nach US-Recht ein formales Abkommen notwendig. Dem Bericht zufolge kann die Atom-Kooperation jedoch wahrscheinlich ohne Billigung durch den US-Kongress stattfinden.

Politische Beobachter erwarten breiten Widerstand gegen die Zusammenarbeit, da diese als Belohnung für Putins autoritären Kurs gewertet werden könnte. Russland verweigert sich Sanktionen gegen den Iran im Atomstreit. Andere Kritiker befürchten durch das Atom- Bündnis Gefahren für die Umwelt.

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