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USA blockieren Gaza-Resolution

Die USA haben eine neue UNO- Resolution gegen die Offensive der israelischen Armee im Gazastreifen mit ihrem Veto blockiert. Der Resolutionsentwurf erhielt bei der Abstimmung im Weltsicherheitsrat elf von 15 möglichen Ja-Stimmen.

Deutschland, Großbritannien und Rumänien enthielten sich der Stimme, Washington brachte mit seinem Nein die Entschließung zu Fall. Eingebracht wurde der Resolutionsentwurf von Algerien.

Der amerikanische UNO-Botschafter Danforth entschloss sich zu dem Schritt, nachdem ein deutscher und britischer Vorstoß für einen Kompromiss gescheitert war. Die USA hatten sich von Beginn an gegen die von arabischen Ländern eingebrachte UNO-Resolution zu einem Ende der israelischen Gaza-Offensive gestellt.

Der Entwurf sei absolut einseitig, kritisierte Danforth. Er weise die Schuld Israel zu und spreche Terroristen frei, die Raketen auf bewohnte Gebiete feuerten, sagte Danforth mit Blick auf einen palästinensischen Raketenangriff, bei dem vor einer Woche zwei israelische Kinder getötet wurden. Nach dem Anschlag leitete Israel eine Großoffensive im Gazastreifen ein, bei der bisher über 70 Palästinenser getötet wurden.

Am Dienstagabend wurden bei einem israelischen Luftangriff auf eine Gruppe bewaffneter Kämpfer der Al-Aksa-Märtyrerbrigaden im Flüchtlingslager Jebalya im Gazastreifen zwei Menschen getötet und mindestens vier verletzt. Das verlautete aus palästinensischen Sicherheitskreisen. Dem Vernehmen nach bereiteten die Kämpfer einen Angriff auf israelische Soldaten vor.

Wenige Stunden zuvor hatte ein israelisches Kampfflugzeug mit einem gezielten Raketenangriff zwei Funktionäre des Islamischen Dschihads getötet. Nach Angaben von Augenzeugen und Krankenhausmitarbeitern in der Stadt Gaza wurden bei dem Angriff auf das Auto der beiden auch drei Passanten verletzt.

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