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USA: Behinderte Kinder in Käfigen

Die Polizei im US-Staat Ohio hat elf Kinder im Haus ihrer Pflegeeltern aus Käfigen befreit. Sie hätten in den nur etwa ein Meter hohen und ein Meter tiefen Käfigen ohne Decken und Polster schlafen müssen.

Die Mädchen und Buben im Alter von einem bis 14 Jahren wiesen verschiedene Behinderungen auf, darunter Autismus. Die Eltern erklärten, sie hätten ihre Adoptiv- und Pflegekinder weder misshandelt noch vernachlässigt.

Ein Richter ordnete am Montag die Unterbringung in vier Pflegefamilien an. Der Polizist Randy Sommers berichtete, die Käfige im zweiten Stock des Wohnhauses in der Ortschaft Wakeman seien mit einem System ausgestattet, das bei einem Öffnen der Tür Alarm schlage. Einige Türen waren mit schweren Möbeln zugestellt.

Ein Mitarbeiter des Jugendamtes habe am Freitag ein Kind in einem der Käfige gesehen, berichtete Sommers weiter. Die Polizei habe sie noch am gleichen Abend herausgeholt. Ein Bub gab an, drei Jahre lang hinter Gittern geschlafen zu haben. Je zwei Käfige waren in dem Zimmer übereinandergestapelt. Die Ermittler glauben, dass neun der Kinder dort übernachten mussten. Zwei auf dem Boden liegende Matratzen seien ebenfalls in jüngste Zeit benutzt worden, hieß es.

Die Eltern erklärten nach Angaben von Staatsanwalt Russell Leffler, ein Psychiater habe ihnen geraten, die Kinder in Käfige zu sperren. Das Paar habe sich zurückhaltend verhalten, als die Polizisten gekommen seien, teilte Sommers mit. „Wir hatten den Eindruck, dass sie das für OK hielten.“ Gegen die Eltern wurde bis Montagabend (Ortszeit) noch keine Anklage erhoben.

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