AA

USA: 5 Pulitzer-Preise für "Los Angeles Times"

Die "Los Angeles Times" hat ihren Ruf als eine der besten Zeitungen Amerikas mit fünf Pulitzer-Preisen weiter gefestigt. Jubel brach aus, als die Entscheidungen bekannt gegeben wurden.

In der Redaktion brach Jubel aus, als das Preiskomitee der New Yorker Columbia-Universität am Montag seine Entscheidungen bekannt gab. Den Pulitzer-Preis für Romane erhielt der Afroamerikaner Edward P. Jones für sein Buch „The Known World“ über einen schwarzen Sklavenhalter im US-Bundesstaat Virginia des Jahres 1855. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 10.000 Dollar (8250 Euro) dotiert.

Mehr als fünf Pulitzer-Preise in einem Jahr hat bisher nur die „New York Times“ erhalten, die 2002 einen Rekord mit sieben Auszeichnungen aufstellte. Sie war vor allem für ihre Berichterstattung über die Terroranschläge des 11. September geehrt worden. Diesmal erhielt das renommierte Blatt, das im vergangenen Jahr von einem Skandal um gefälschte Storys erschüttert wurde, nur einen Preis für Berichte über mangelnden Arbeitsschutz in US-Fabriken.

Journalisten der „Los Angeles Times“ wurden unter anderem in der Kategorie „Breaking News“ für Berichte über die Waldbrände an der US-Westküste geehrt. Für Bilder vom Bürgerkrieg in Liberia erhielt Carolyn Cole den Preis für Reportagefotografie. Auch die Pulitzer-Preise für Leitartikel und Kulturkritiken gingen an die „Los Angeles Times“, die zudem für Berichte über den Aufstieg des Wal-Mart-Konzerns zu einem der weltgrößten Unternehmen ausgezeichnet wurde.

Den Pulitzer-Preis für Nachrichtenfotografie erhielten David Leeson und Cheryl Diaz Meyer von der Zeitung „The Dallas Morning News“ für ihre „ausdrucksstarken“ Bilder vom Irak-Krieg, die „gleichermaßen Gewalt und Schmerz anschaulich machten“. Für investigativen Journalismus wurde ein Reporterteam der Zeitung „The Blade of Toledo“ (Ohio) gewürdigt, das in einer Serie über Grausamkeiten der US-Eliteeinheit „Tiger Force“ im Vietnamkrieg berichtete.

Die „Washington Post“ ehrte das Pulitzer-Komitee für anrührende Berichte über die Reaktionen der Menschen im Irak auf die amerikanische Invasion und den Sturz des Saddam-Regimes. Zwei Preise erhielt das „Wall Street Journal“ – für Berichte über krankhafte Arterienerweiterungen sowie über die Bevorzugung von Kindern reicher Spender an US-Universitäten.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Welt
  • USA: 5 Pulitzer-Preise für "Los Angeles Times"
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.