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USA: 165 Taliban in Südafghanistan getötet

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US-geführte Streitkräfte und die afghanische Armee haben bei Gefechten im umkämpften Süden des Landes amerikanischen Angaben zufolge mehr als 165 Taliban getötet.

Demnach schlugen die Einheiten in der Provinz Urusgan einen Angriff von rund 80 Rebellen zurück und töteten dabei mehr als 65 Extremisten. In der benachbarten Provinz Helmand seien in einem stundenlangen Kampf gegen die Taliban mehr als 100 Aufständische ums Leben gekommen, teilte das US-Militär am Mittwoch weiter mit. Seitens der US-geführten und afghanischen Kräfte sei ein ausländischer Soldat in Helmand gefallen.

Vertreter von Provinzbehörden und Bewohner sagten, bei den Angriffen am Boden und aus der Luft seien auch mehrere Zivilisten getötet worden. In Helmand herrschen seit Wochen die heftigsten Kämpfe seit dem Sturz der Taliban 2001. Die Aufständischen haben hier seit Februar eine eigene Regierung errichtet mit Verwaltungsstellen, Gerichten und Amtsträgern. Die US-geführte Koalition versucht derzeit, die Kontrolle zurückzugewinnen.

In der ebenfalls südlich gelegenen Provinz Kandahar demonstrierten am Mittwoch mehr als tausend Menschen gegen die ausländischen Truppen. Sie warfen den Streitkräften vor, in der Povinz Shari zwei islamische Geistliche getötet und Häuser durchsucht zu haben. „Wenn solche Aktionen gegen ganz normale Menschen nicht aufhören, werden noch mehr zu den Waffen greifen und gegen die Regierung und ihre ausländischen Verbündeten kämpfen, um sich Gerechtigkeit zu verschaffen“, warnte Bezirkschef Habib Sansarai.

Bei der Bruchlandung eines Hubschraubers der Internationalen Schutztruppe ISAF in der nordwestafghanischen Provinz Badghis sind nach Militärangaben keine Soldaten verletzt oder getötet worden. Die NATO-geführte ISAF teilte am Mittwoch mit, es habe keinen feindlichen Beschuss gegeben. Die Unfallursache werde untersucht. Taliban-Sprecher Kari Jussif Ahmadi sagte dagegen, Aufständische hätten den Helikopter abgeschossen. Alle Soldaten an Bord seien ums Leben gekommen. Nach ISAF-Angaben sollte der Hubschrauber Polizisten bergen, die bei einem Anschlag verletzt worden waren. Ein zweiter Helikopter habe die Verletzten und die Besatzung ausgeflogen.

Die zwei entführten Italiener, die am Montag von NATO-Truppen befreit worden waren, wurden am Mittwoch zur weiteren medizinischen Behandlung in ihre Heimat zurückgeflogen. Ein NATO-Sprecher sagte, dass es mittlerweile als gesichert gelte, dass die Italiener von den Taliban angeschossen worden seien, nicht durch Soldaten der Koalitionsstreitkräfte. Der afghanische Dolmetscher der beiden wurde bei dem Einsatz ebenfalls verletzt. Ob der getötete Fahrer der Italiener ein Komplize der Entführer war, blieb am Mittwoch unklar.

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