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US-Wahl - Sanders geht als Führender in den Super Tuesday

Vor dem Super Tuesday liegt Bernie Sanders vorne.
Vor dem Super Tuesday liegt Bernie Sanders vorne. ©AP
Ein Politerdbeben hat in den USA eingeschlagen. Linksaußenkandidat Bernie Sanders könnte tatsächlich die Nominierung der Demokraten im Präsidentschaftswahlkampf erhalten.
Sanders führt vor Super Tuesday
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Nach seinem Erdrutschsieg beim Nevada-Caucus könnte es am Super Tuesday schon die Vorentscheidung geben, wer gegen Amtsinhaber Donald Trump im November antritt.

46,8 Prozent für Sanders

In Nevada hatte zum ersten Mal ein Bundesstaat mit einer nennenswerten nicht-weißen Bevölkerung gewählt. Nevada ist der einzige Frühwählerstaat, wo "das Elektorat die volle Vielfalt der demokratischen Partei und des Landes widerspiegelt", so die demokratische Partei des Bundesstaats anlässlich der Bekanntgabe des Ergebnisses. Und Senator Sanders hat in Nevada nicht nur gewonnen, sondern dominiert: 46,8 Prozent der Wähler haben sich für den Linksaußenkandidaten entschieden, wie die Endauszählung belegt. Platz zwei ging mit 20,2 Prozent an Ex-Vizepräsident Joe Biden. Auch in aktuellen landesweiten Umfragen liegt Sanders nun mit einem Respektabstand vorne.

"Bernie Sanders hat die führende Position im Wahlkampf der Demokraten", kommentierte die "Washington Post". Wenn man nach dem "Popular Vote" geht, also dem prozentuellen Wahlergebnis nach Stimmen, hat Bernie Sanders sowohl die Vorwahlen in Iowa, New Hampshire als auch Nevada für sich entschieden. Sein Rezept bis dato: die Jungwähler hinter sich zu sammeln. In Nevada konnte Sanders 65 Prozent der Caucus-Geher unter 30 auf seine Seite ziehen, wie Daten der New York Times belegen. Zudem entschied sich die latinoamerikanische Bevölkerung Nevadas mehrheitlich für den Senator aus Vermont.

Acht Kandidaten im Rennen

Kann man von einem Linksruck bei den Demokraten sprechen? "Die demokratischen Kernwähler sind in den vergangenen Jahren liberaler geworden, aber dennoch nicht in der Mehrheit", meint Politikwissenschaftler Patrick Schoettmer von der Seattle University gegenüber der APA. Eine definitive Verschiebung nach links gebe es jedoch bei den demokratischen Wählern unter 35, meint Schoettmer. "Die sind aber noch nicht so einflussreich, wie sie sein könnten."

Drei Tage vor dem Super Tuesday findet in dem Ostküsten-Bundesstaat South Carolina die vierte Vorwahl statt. Noch immer befinden sich bei den Demokraten acht Kandidaten im Rennen. Das Feld dürfte sich aber spätestens am Dienstag lichten, wenn in insgesamt 14 Staaten gewählt wird, darunter dem bevölkerungsreichsten Kalifornien.

Lebenszeichen von Biden

"Die Top-Kandidaten haben genug Finanzierung durch ihre Basis um eine Zeit lang zu überleben", meint Politikexperte Schoettmer. "Biden könnte sich eventuell zurückziehen, falls er in South Carolina verliert." Der Ex-Vizepräsident, der vergangenes Jahr noch als in Umfragen stärkster Kandidat ins Rennen gegangen war, hat mit Platz 2 in Nevada und 9 Delegierten ein klares Lebenszeichen von sich gegeben. Zuvor musste er jedoch bei den Vorwahlen in Iowa und New Hampshire herbe Niederlagen einstecken. South Carolina könnte für ihn somit möglicherweise Signalwirkung haben.

Der Super Tuesday gilt als Stimmungsbarometer und könnte eine Vorentscheidung bringen, wer gegen Donald Trump im November antritt. "Der Super Tuesday sagt viel in Bezug darauf, wo sich Teile der demokratischen Koalition gerade befinden", so Schoettmer. Am Super Tuesday wird quer durch alle Zeitzonen der USA gewählt. Als wichtiger Indikator könnte sich die Wahl in den sogenannten "Swing-States" wie North Carolina sowie Colorado entpuppen. Die von beiden politischen Seiten umkämpften Staaten gelten als Schlüssel zum Wahlsieg um das höchste US-Amt.

Klobuchar hofft auf Minnesota

Pete Buttigieg, der zuvor in Iowa mit Sanders Kopf an Kopf lag, verbuchte in Nevada 14,3 Prozent der Stimmen und drei Delegierte. Buttigieg wird höchstwahrscheinlich auf die spät wählenden Midwest-Staaten spekulieren, wo er starken Rückhalt hat. Der Super Tuesday könnte ihm helfen, weiter Momentum aufzubauen. Die ebenfalls aus dem Mittleren Westen stammende Senatorin Amy Klobuchar konnte in Nevada keine Delegiertenstimmen verbuchen, hofft aber am Super Tuesday auf ihren Heimatstaat Minnesota.

Senatorin Elizabeth Warren erhielt in Nevada 9,7 Prozent der Stimmen, konnte sich jedoch damit ebenfalls keine Delegierten sichern. Für sie könnte der Super Tuesday alles entscheiden. "Wenn sie Massachusetts verliert, wäre möglich, dass sie sich zurückzieht", verweist Schoettmer auf die Wahl in Warrens Heimatstaat.

Mike Bloomberg, der bis dato nur im TV zu sehen war, wird kommenden Dienstag zum ersten Mal als mögliche Kandidatenoption auf den Stimmzetteln zu finden sein. Insbesondere wird sich zeigen, ob seine Strategie aufgeht, sich nur auf die an Delegierten reichen Staaten des Super Tuesday zu konzentrieren. Falls Bloomberg hinter den Erwartungen bleibt, wäre ein Rückzug denkbar? "Der bleibt auf jeden Fall bis zum Schluss", meint Schoettmer.

(APA)

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