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US-Regierung fordert Todesstrafe

Nach dem umfassenden Schuldbekenntnis des in den USA wegen Terrorplanungen vor dem 11. September 2001 angeklagten Franzosen Zacarias Moussaoui hat die Regierung in Washington die Todesstrafe gefordert.

„In diesem Fall wollen wir die Todesstrafe“, erklärte der Sprecher des Justizministeriums, Alberto Gonzales, am Freitag auf einer Pressekonferenz in Washington.

Der 32-jährige Moussaoui hatte zuvor vor einer Richterin in Alexandria bei Washington in allen sechs Anklagepunkten auf schuldig plädiert. Damit vollzog der Franzose eine radikale Kehrtwendung, nachdem er jahrelang jede Beteiligung an irgendwelchen Terrorplanungen geleugnet hatte.

Moussaoui ist damit die einzige Person in den USA, die wegen der Anschläge vom 11. September schuldig gesprochen wurde. Moussaoui war am Freitag im Gegensatz zu früheren Auftritten vor Gericht zurückhaltend und antwortete ruhig auf die Fragen der Richterin. Brinkema fragte ihn bei allen sechs Anklagepunkten: „Wie plädieren sie?“ und Moussaoui erklärte jedes Mal: „Schuldig.“

Das Gericht akzeptiere die Schuldeingeständnisse in den sechs Anklagepunkten, erklärte Richterin Brinkema. Sie fragte auch den einzigen Anwalt, mit dem Moussaoui in den vergangenen Wochen reden wollte, Alan Yamamoto, ob er zufrieden damit sei, dass dieser verstehe, was er tue. Yamamoto erklärte, die Anwälte seien da anderer Ansicht als Moussaoui. Aber dieser habe erklärt, dass er wisse, was er tue.

Die US-Regierung wirft Moussaoui terroristische Verschwörung vor. Er soll als einer der Todespiloten des 11. Septembers vorgesehen gewesen sein, saß jedoch damals in Haft. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft war Moussaoui in die Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon eingeweiht.

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