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US-Regierung empfand Fall Foley laut seiner Mutter als lästig

Die Enthauptung von James Foley wurde auf einem Video festgehalten.
Die Enthauptung von James Foley wurde auf einem Video festgehalten. ©AP
Der Fall des in Syrien entführten und ermordeten US-Journalisten James Foley war nach Einschätzung seiner Mutter eine "lästige Angelegenheit" für die US-Regierung.

“Ich denke, unsere Bemühungen, Jim freizubekommen, waren lästig” für die Regierung in Washington, sagte Diane Foley dem US-Sender CNN in einem am Donnerstag (Ortszeit) ausgestrahlten Interview.

Kein Lösegeld

“Es schien nicht von strategischem Interesse gewesen zu sein”, sagte sie. Diane Foley zufolge wurde die Familie vor juristischen Maßnahmen gewarnt, sollte sie versuchen, Lösegeld aufzutreiben. Zudem sei der Familie mitgeteilt worden, dass keine Gefangenen im Austausch für Foley freigelassen würden und die US-Regierung auch keine militärischen Mittel einsetzen werde. Auch sei ihr gesagt worden, sich nicht an die Medien zu wenden, sondern darauf zu “vertrauen, dass die Sache geregelt werde”. Ihr Sohn habe bis zuletzt darauf vertraut, dass sein Land ihm zu Hilfe komme, sagte Foley.

Auf Video enthauptet

Bewaffnete Männer hatten den 40-jährigen James Foley im November 2012 im Norden Syriens verschleppt. Auf einem im August ins Internet gestellten Video ist zu sehen, wie ein vermummter Kämpfer der Jihadistengruppe “Islamischer Staat” (IS) Foley enthauptet. Der Journalist war unter anderem für die Website “GlobalPost”, die Nachrichtenagentur AFP und andere Medien tätig.

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