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US-Raumfähre "Atlantis" wohlbehalten gelandet

USA - Nach 14 Tagen im All ist die US-Raumfähre "Atlantis" am Freitagabend wieder wohlbehalten zur Erde zurückgekehrt. 2007 sind noch drei weitere Flüge geplant - der nächste bereits im August.

Das Shuttle setzte um 21.49 Uhr (MESZ) allerdings nicht auf seiner Heimat-Basis am Kennedy Space Center in Florida auf, sondern auf dem Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien. Schuld daran waren dichte Wolken und Regen, die schon am Donnerstag eine Landung verhindert hatten. Jetzt muss die „Atlantis“ auf dem Rücken einer umgebauten Boeing 747 zur rund 4000 Kilometer entfernten Heimatbasis zurückgebracht werden. Das ist teuer und kostet Zeit, soll aber nicht zu Verzögerungen der weiteren Einsätze führen.

„Willkommen zurück und Glückwünsche zu einem großen Einsatz“ – mit diesen Worten per Funk empfing die Nasa die sieben Astronauten an Bord unter Führung von Kommandeur Frederick Sturckow, nachdem die „Atlantis“ in der Wüste Kaliforniens auf der 4570 Meter langen Landebahn ausgerollt war. Die Besatzung hatte während ihres zweiwöchigen Einsatzes im All den Bau der Internationalen Raumstation ISS fortgesetzt. An dem Projekt mit einem Volumen vom 100 Milliarden Dollar sind 16 Nationen beteiligt, darunter auch Deutschland.

Während des Besuchs auf der ISS hatten Astronauten bei mehreren Außeneinsätzen unter anderem zwei neue Solarmodule installiert, die die Station mit Strom versorgen. Ein Computerausfall hielt die Crew über Tage in Atem und erforderte zeitweise die Übernahme wichtiger Aufgaben durch die „Atlantis“, etwa die Navigation der Raumstation. Die Fähre blieb schließlich zwei Tage länger im All, damit die Astronauten einen Defekt am Hitzeschild der Fähre beheben konnten.

Die Astronautin Sunita Williams kann sich seit Freitag damit schmücken, die Frau mit den meisten Tagen am Stück im All zu sein. Sie kam mit der „Atlantis“ nach 195 Tagen zurück – und löschte damit den Rekord von Shannon Lucid mit 188 Tagen. Für Williams blieb Clayton Anderson auf der ISS.

Der jüngste Flug mit der Nasa-Bezeichnung STS-117 war nach offiziellen Angaben der 118. Einsatz in der Geschichte der US-Raumfähren, der 28. Flug der „Atlantis“ und der 21. zur ISS. 2007 sind noch drei weitere Flüge geplant – der nächste bereits im August. Die ISS ist inzwischen etwa zur Hälfte fertig gestellt. Nach Angaben der Nasa sind bis Ende 2010 noch zwölf Shuttle-Flüge zur ISS geplant, um diese fertig zu stellen. Dann sollen die US-Raumfähren außer Dienst gestellt werden.

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