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US: Pentagon bildet eigene Geheimdienst-Teams

Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten von Amerika wird nach Angaben aus hochrangigen Regierungskreisen demnächst eigene Geheimdienst-Teams in Krisenregionen einsetzen.

Damit dringt das Ministerium auf ein Gebiet vor, das bisher dem Auslandsgeheimdienst CIA vorbehalten war.

Die Spionageteams sollten in Krisenregionen mit Kräften des US-Militärs zusammenarbeiten, hieß es in hochrangigen Kreisen des Ministeriums und des US-Militärs am Montag (Ortszeit). Sie bestätigten damit einen Bericht der „Washington Post“ vom Vortag, wonach das Pentagon bereits seit zwei Jahren eigene Leute in Afghanistan, im Irak und anderen Krisenregionen im Einsatz hat und einen eigenen Geheimdienst erhalten soll.

Die Teams aus Verhörspezialisten, Sprachexperten und anderen Fachleuten seien bisher jeweils für spezielle Einsätze zusammengestellt worden, hieß es in den Kreisen weiter. Die Gruppen würden aber nun in zivilen Einsatzgruppen mit je zehn Mitgliedern organisiert, um bei Bedarf bereit zu stehen.

Die Neuerung sei eine Folge der Anschläge vom September 2001 und kein Versuch von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, Kontrolle über die Geheimdiensteinsätze der USA zu gewinnen, sagten die Vertreter. Der Schritt sei „in vollständiger Zusammenarbeit mit und bei vollstem Wissen“ der CIA getan worden, erklärte ein hochrangiges Mitglied des Militärs. Nach den Anschlägen am 11. September 2001 war der Geheimdienst CIA kritisiert worden, nicht genug Einsatzkräfte entsandt und die gesammelten Informationen nicht ausreichend weitergegeben zu haben.

Die „Washington Post“ berichtete, dass der Pentagon-Geheimdienst die „fast totale Abhängigkeit“ vom Geheimdienst CIA beenden solle. Zu den angeworbenen Spionen gehörten auch „berüchtigte Gestalten“, deren Verbindung zu den USA im Falle einer Offenlegung peinlich sein könnte.

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