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US: Nach 6 Jahren aus Koma erwacht

Eine seit mehr als sechs Jahren in einem vegetativen Zustand liegende Frau ist in den USA für drei Tage aufgewacht und hat sich mit ihrer Familie unterhalten, bevor sie wieder zurückfiel.

Das berichtete die Mutter von Christa Lilly, die ihre Tochter seit einem Herzinfarkt und Schlaganfall zu Hause in Colorado Springs pflegt. Der behandelnde Neurologe, Dr. Randall Bjork, sagte, er könne nicht erklären, warum die Patientin in der Lage war zu sprechen.

„Mir geht es gut“, sagte Christa Lilly am Sonntag zu ihrer Mutter Minnie. Das seien ihre ersten Worte seit acht Monaten gewesen. Sie sagte sogar in die Kamera eines örtlichen Fernsehteams: „Ich denke, es ist wunderbar. Es macht mich so glücklich.“ Insgesamt vier Mal ist sie bisher seit dem November 2000 für kurze Perioden aufgewacht, dann aber wieder in den vegetativen Zustand zurückgefallen. Bevor dies am Mittwoch wieder geschah, sagte Christa Lilly dem Sender KKTV, selbst zu essen sei nach jahrelanger künstlicher Ernährung kein Problem. „Ich habe Kuchen gegessen“, sagte sie. Ihr größter Kampf sei, wieder sprechen zu können.

Bjork sagte, er könne Lillys Wachphasen nicht mit den gegenwärtig verfügbaren medizinischen Kenntnissen erklären. Lilly liegt in einem koma-ähnlichen Zustand, hält aber ihre Augen offen. Anders als in dem Fall Terri Schiavo, in dem sich Familienmitglieder eine erbitterte gerichtliche Auseinandersetzung über die Abschaltung lebenserhaltender Systeme lieferten, ist sie minimal bei Bewusstsein, sagt Bjork. Ein Aufwachen aus dem Dämmerzustand wie bei Lilly habe er noch nie gesehen. Die Patientin werde wahrscheinlich wieder für kurze Zeit aufwachen.

Mutter Minnie Lilly sagte, nachdem ihre Tochter wieder in den vegetativen Zustand fiel: „Der liebe Gott hat mich wissen lassen, dass es ihr gut geht. Er bringt sie hin und wieder zurück und ich bin dankbar dafür.“

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