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US-Klimadatenzentrum bestätigt Erderwärmung

Nach NASA und Weltwetterorganisation hat nun auch das Nationale Klimadatenzentrum (NCDC) der USA eine Erwärmung des globalen Klimas bestätigt. "Von den zehn wärmsten Jahren der vergangenen 130 Jahre waren neun im vergangenen Jahrzehnt", hieß es am Mittwoch vom NCDC in Asheville (Bundesstaat North Carolina). Das zehnte sei das Jahr 1998 gewesen.

Die Wissenschafter registrierten beim Weltklima Abweichungen von 0,62 Grad Celsius in der Spitze. Im vergangenen Jahr seien es 0,56 Grad gewesen. Das gesamte Jahrzehnt sei 0,54 Grad wärmer gewesen als der Durchschnitt des 20. Jahrhunderts. Die 1990er Jahre waren hingegen nur 0,36 Grad wärmer als der Schnitt.

Regional habe es erhebliche Unterschiede gegeben. Auf der Nordhalbkugel seien vor allem in höheren Lagen Rekordwerte gemessen worden, in Europa und Asien ebenso wie in Afrika, Mittelamerika und Australien. Im Nordosten des Pazifik, im mittleren Russland und Südkanada sei es hingegen kälter als normal gewesen. Unter dem Strich habe sich das Weltklima aber weiter erwärmt.

Eine Woche zuvor hatten Wissenschaftler anhand von NASA-Daten errechnet, dass das vergangene Jahr für die Südhalbkugel der Erde das wärmste seit Beginn der Messungen gewesen sei. Im Jahresschnitt sei es 0,49 Grad Celsius wärmer gewesen als die Jahre 1951 bis 1980. Zugleich war auch das erste Jahrzehnt des Jahrtausends das wärmste sei Beginn der Aufzeichnungen. Die globale Temperaturkurve der NASA startet 1850.

Auch die Weltwetterorganisation WMO in Genf hatte die letzte Dekade als das wärmste Jahrzehnt seit Beginn der Aufzeichnungen bezeichnet. Demnach war 2009 global das fünftwärmste Jahr seit Messbeginn 1850. In der Zeit von Jänner bis Oktober lagen die Temperaturen um durchschnittlich 0,44 Grad Celsius über den 14 Grad, die die Klimaforscher im Schnitt für die Jahre 1961 bis 1990 ermittelt haben.

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