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US-Häftling verlässt Todestrakt nach 20 Jahren Haft

©AP
Nachdem ein DNA-Test seine Unschuld bewiesen hatte, ist ein 46-Jähriger nach mehr als 20 Jahren Haft im Todestrakt eines US-Gefängnisses freigelassen worden. Der schwer an der Nervenkrankheit Multiple Sklerose (MS) erkrankte Paul Gregory House wurde nach Angaben der Justizbehörde am Mittwoch aus der Krankenabteilung des Gefängnisses in Nashville entlassen.

Er war 1986 wegen Vergewaltigung und Ermordung einer jungen Frau verurteilt worden. House hatte die Tat zunächst gestanden, später seine Aussage aber zurückgezogen.

Nachdem ein DNA-Test, der Mitte der 80er Jahre noch nicht möglich war, den Mann entlastet hatte, ordnete der Oberste Gerichtshof im Juni 2006 die Wiederaufnahme des Verfahrens an. Daraufhin entschied ein Berufungsgericht, House freizulassen. House, der sich nur mit Hilfe eines Rollstuhls fortbewegen kann, steht nun jedoch unter Hausarrest, bis der Prozess im Oktober endgültig wieder aufgerollt wird. Nach Medienberichten will der 46-Jährige zu seiner Mutter ziehen.

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