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US-Gesetz kann Spam nicht aufhalten

Seit Jahresbeginn ist das amerikanische „Can Spam Act"-Gesetz in Kraft, das die Flut unerwünschter Emails eindämmen soll. Dieser Vorhaben scheint gescheitert zu sein. 

Das meint man zumindest bei SurfControl, dem globalen Marktführer im Bereich Web- und Email-Filterung. Spam-Versender würden sich von den neuen rechtlichen Gegebenheiten keineswegs abschrecken lassen, sondern neue Techniken entwickelt haben, um dieses Gesetz zu umgehen, hieß es heute, Mittwoch, in einer Aussendung.

Laut Gernot Huber, Marketing Manager von SurfControl Europe sei es fraglich, ob man aggressive Spammer mit Gesetzen überhaupt aufhalten kann. Schließlich sei deren Kreativität ähnlich der von Hackern leider keine Grenzen gesetzt.

Bisher ließen sich vor allem drei neue Tricks identifizieren, welche Spammer als Reaktion auf das neue Gesetz anwenden:

  • Spams mit Grafiken, die das vom Gesetz geforderte Disclaimer-Schreiben und die physische Adresse enthalten: Dabei sei es nach wie vor schwierig, den wahren Absender zu identifizieren. Disclaimer und Adresse werden als HTML-Grafik und nicht als Text in die Email eingebunden, wodurch reine Text-Filtermechanismen solche Spam-Mails häufig nicht erkennen können.

  • Spams, die vorgeben, nicht primär einem kommerziellen Zweck zu dienen: Dabei macht man sich die Tatsache zu Nutze, dass das neue Gesetz ausdrücklich nur für kommerzielle Emails gilt. Im Text wird behauptet, der Zweck der Nachricht sei nicht kommerziell, sondern soll z.B. allwöchentlich über besonders skurrile US-Gesetze informieren. Hintergründig wird natürlich dennoch ein eindeutig kommerzieller Zweck verfolgt.

  • Spams mit fragwürdigen Unsubscribe-Adressen per Email oder Post:

    Empfängern wird die Wahl gelassen, die Zusendung abzubestellen. Diese Funktion dient jedoch hauptsächlich nur zur Bestätigung der Email-Adresse des Empfängers, der lediglich mit noch mehr Spam-Nachrichten zu rechnen hat.

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