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US-Arbeitslosigkeit auf Höchststand

Die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt hat sich im November nochmals deutlich verschlechtert. Die Arbeitslosenrate stieg von 6,5 Prozent im Oktober auf 6,7 Prozent.

Arbeitgeber strichen in dem Monat insgesamt 533.000 Jobs, was den stärksten Einbruch seit 34 Jahren darstellt, geht aus den am Freitag publizierten Daten des Arbeitsministeriums in Washington hervor. Analysten hatten für den November die Streichung von rund 320.000 Stellen befürchtet.

Die jüngsten Zahlen galten Beobachtern als weiterer Beweis für die Rezession, in der sich die USA befinden. Insgesamt ist der US-Arbeitsmarkt in diesem Jahr bereits um 1,91 Millionen Arbeitsplätze geschrumpft. Und wenn die amerikanischen Autohersteller Insolvenz anmelden und weite Teile der Industrie in die Krise rutschen, droht dem Land weiteres Ungemach.

Lange wollten viele Wirtschaftsexperten nicht wahrhaben, dass das Land bereits tief in der Rezession steckt. Seit Montag ist das kein Thema mehr. Nach Angaben des Wirtschaftsforschungsinstituts National Bureau of Economic Research (NBER) in Washington befindet sich die US-Wirtschaft bereits seit etwa einem Jahr im Abwärtssog. Experten rechnen damit, dass die Arbeitslosenquote in den letzten Wochen des Jahres auf mehr als acht Prozent steigen wird. Das wäre der höchste Stand seit der Rezession von 1981-82. Damals hatte die Quote 10,8 Prozent erreicht.

Die jüngsten Zahlen der Arbeitgeber machen eines deutlich: Die Beschäftigungskrise erfasst nicht nur die Immobilien- und Finanzbranchen, sondern nahezu jeden Sektor der US-Wirtschaft. Der Telekom-Konzern AT&T Inc kündigt 12.000 Mitarbeiter oder vier Prozent der dort Beschäftigten, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Stellenstreichungen kündigten am gleichen Tag Viacom Inc (Medien), DuPont Co (Chemie) und Avis Budget Group Inc (Autovermietung) an.

Der Holzverarbeiter AbitibiBowater Inc baut als Folge von Werksschließungen in Kanada, Alabama und Tennessee 1.100 Mitarbeiter ab, das sind sieben Prozent seiner Beschäftigten, und der Büroeinrichter Steelcase Inc muss im Zuge einer Umstrukturierung 600 bis 900 Mitarbeitern kündigen. Landesweit haben Arbeitgeber im herstellenden Bereich bis Ende Oktober 492.000 Stellen abgebaut. Die jüngsten Kündigungen sind in dieser Ziffer nicht enthalten.

Die Hiobsbotschaften dürften in den kommenden Wochen und im Neuen Jahr nicht abreißen. Die um ihr Überleben kämpfenden Autohersteller General Motors Corp, Ford Motor Co und Chrysler LLC wollen sich gesundschrumpfen oder fusionieren, um an Staatshilfen in Höhe von 34 Mrd. Dollar (26,8 Mrd. Euro) heranzukommen, versprachen die Bosse der “Big Three” bei den Kongressanhörungen der letzten Tage. GM und Chrysler brauchen einen Teil der Milliarden noch vor Jahresschluss, um hunderttausende Stellen in dieser Schlüsselbranche zu retten.

Und am Donnerstag sagte Chrysler-Vorstandschef Robert Nardelli, er akzeptiere einen Zusammenschluss mit GM, wenn das Unternehmen dadurch gerettet werden könne. Sein GM-Kollege Ric Wagoner sagte zu, einen solchen Schritt “ernsthaft zu prüfen”. Der Business Roundtable, eine Vereinigung von 160 Unternehmen, sagte am Donnerstag, dass 60 Prozent der Firmenchefs in den kommenden Monaten Mitarbeiter abbauen müssten.

“Mit der Abschwächung der gesamtwirtschaftlichen Lage verschlechtern sich die Erwartungen unserer Mitglieder mit Bezug auf Umsatz, Investitionen und Beschäftigung”, sagte der Roundtable-Vorsitzende und Konzernlenker des Verlags McGraw-Hill Cos, Harold McGraw III, dem Börsenblatt “The Wall Street Journal” (WSJ).

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