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Unwetterschäden in Österreich

Graz/Salzburg - Schwere Unwetter haben am Mittwoch in der Steiermark und in Salzburg große Schäden verursacht. Es kam zu Keller- und Straßenüberflutungen sowie Murenabgängen.

Im Salzburger Lungau erlitt die Landwirtschaft durch das Hagelunwetter enorme Schäden.

Im steirischen Bezirk Mürzzuschlag trat ein Bach über die Ufer und bahnte sich seinen Weg durch zwei Familienhäuser. In Murau gingen auch drei bis fünf Zentimeter große Hagelkörner nieder; im oststeirischen Bezirk Weiz waren sie bis zu sechs Zentimeter groß. Verletzt wurde niemand.

Am meisten betroffen war das Mürztal von Mürzzuschlag über Krieglach bis Wartberg sowie die Veitsch. Im Ort Veitsch trat ein Bach über die Ufer und beschädigte zwei Häuser. In Wartberg wurden von Muren ein Auto und ein Bahnübergang beschädigt bzw. unbegehbar gemacht. In St. Peter am Kammersberg im Bezirk Murau hagelte es auch zeitweise. Es kam zu Kellerüberflutungen und Vermurungen. Im oststeirischen Fischbach richteten Unwetter mit bis zu sechs Zentimeter großen Hagelkörnern an mindestens 50 Gebäuden zum Teil schwere Schäden an.

Starke Regenfälle und Gewitter haben in der Nacht auf Donnerstag auch im Salzburger Unterlungau Murenabgänge und Überflutungen verursacht. Die Landwirtschaft erlitt durch das Hagelunwetter enorme Schäden. Die Aufräumungsarbeiten wurden von 35 Feuerwehren und 776 Mann durchgeführt, teilte Martin Panzer, Sprecher der Landesfeuerwehr, mit. Insgesamt 80 Mal mussten die Feuerwehrmänner ausrücken.

Nach ersten Erhebungen der Österreichischen Hagelversicherung wurden österreichweit mehr als 5.000 Hektar landwirtschaftliche Flächen von den Unwettern in Mitleidenschaft gezogen. Die gestrigen Wetterkapriolen verursachten rund 1,6 Millionen Euro Schaden für die Landwirtschaft, so Generaldirektor Kurt Weinberger.

Schäden im Süden Oberösterreichs

Stürmischer Wind und starker Regen haben Donnerstagnachmittag in den südlichen Bezirken Österreichs Schäden verursacht. Es gab blockierte Straßen und Bahnstrecken, überflutete Keller und einen Waldbrand.

Auf der Eisen-Straße zwischen Großraming und Losenstein im Bezirk Kirchdorf an der Krems ist ein großer Felsbrocken auf die Straße gestürzt. In Reichraming sind auch Straßen von umgestürzten Bäumen blockiert. In Kleinreifling hat es einen weiteren Felssturz gegeben. In Kirchdorf, Molln und Steyrling wurden Keller überflutet.

Unpassierbar war die Pass-Gschütt-Straße im inneren Salzkammergut im Bezrk Gmunden. Dort ist eine Mure abgegangen. Die Bahnlinie von Attnang Puchheim nach Steinach-Irdning war zwischen Traunkirchen und Ebensee und Obertraun und Kainisch unterbrochen. Es wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Im Bezirk Vöcklabruck brach nach einem Blitzschlag ein Waldbrand aus.

“Ein Notruf nach dem anderen” in Niederösterreich Niederösterreich ist am Donnerstagnachmittag von schweren Unwettern heimgesucht worden. „Es kommt ein Notruf nach dem anderen“, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Neuhauser in einem Telefonat mit der APA. Als von Regenfällen und Gewittern betroffenen Bezirke nannte er vorerst St. Pölten, Lilienfeld sowie Tulln.

Detaillierte Angaben zu Schäden sowie die Anzahl der im Einsatz stehenden Feuerwehrleute war Neuhauser zu Folge vorerst nicht möglich. Er kündigte genauere Informationen an, sobald sich die Lage stabilisiert habe.

Noch keine „gravierenden“ Schäden bekannt

Niederösterreichs Landesfeuerwehrkommandant Josef Buchta sagte auf APA-Anfrage, dass vorerst noch keine „gravierenden“ Schäden bekannt geworden seien. Das Unwetter zog gegen 17.30 Uhr ostwärts in Richtung Weinviertel oder den Bezirk Wien-Umgebung. Die größten Probleme für die Einsatzkräfte gab es laut Buchta im Raum St. Pölten.

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