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Untersuchung im Fall Firtasch wegen Zahlung an Beamte

Firtasch beschäftigt Österreichs Justiz weiter
Firtasch beschäftigt Österreichs Justiz weiter
In der Affäre um den ukrainischen Oligarchen Dmytro Firtasch wird die österreichische Justiz wegen neuer Anschuldigungen aktiv. Die angeblich für Firtasch tätige deutsche Unternehmensberaterin Christina W. steht im Verdacht, österreichische Beamte bestochen zu haben. Das Innenministerium habe einen Hinweis dazu erhalten, sagte Ministeriumssprecher Karlheinz Grundböck am Dienstagabend der APA.


Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft überprüfe nun die Sache, sagte Grundböck. Er bestätigte damit Angaben des “Kurier”. Das Blatt meldet in seiner Mittwoch-Ausgabe, Christina W. stehe im Verdacht, an zumindest drei österreichische Beamte zwischen 2008 und 2011 Zahlungen in der Höhe von insgesamt 91.500 Euro geleistet zu haben. In dem Zusammenhang wisse man von einem aktiven und einem ehemaligen Beamten des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), sowie von einem hochrangigen Beamten des Innenministeriums, berichtete der “Kurier”. Grundböck betonte, er könne keine näheren Angaben zu dem Fall machen.

Erst vor wenigen Tagen wurden im Zusammenhang mit Anschuldigungen gegen die Unternehmensberaterin Christina W. im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern vier Verdächtige festgenommen, darunter auch Polizisten. Christina W. soll Beamte dafür bezahlt haben, ihre dienstliche Stellung auszunutzen, um die Auslieferung des in Wien zeitweise inhaftierten Firtasch an die USA zu verhindern.

Firtasch wird von den USA Korruption im Zusammenhang mit Geschäftsaktivitäten in Indien vorgeworfen. Nach einem US-Haftbefehl im März 2014 wurde der Österreich-affine Oligarch in Wien-Wieden verhaftet. Nach Bezahlung einer Rekordkaution von 125 Millionen Euro war Firtasch auf freien Fuß gesetzt worden und hatte sich seit damals in Österreich aufgehalten. Vor rund einem Jahr wurde ein Auslieferungsbegehren der USA von der österreichischen Justiz “politisch motiviert” abgelehnt.

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