Unter Wert geschlagen

Der Kärntner Norbert Domnik hat am Donnerstag bei seinem Olympia-Debüt Rang 37 im Herren-Triathlon belegt. Neuseeland feiert einen Doppelsieg, Bronze geht in die Schweiz.

Der 40-Jährige kam nach 1,5 km Schwimmen, 40 km Rad fahren und zehn km Laufen mit 8:05,52 Minuten Rückstand auf den neuseeländischen Sieger Hamish Carter ins Ziel. Der 33-Jährige holte seinen ersten großen Titel, nachdem er sich rund einen Kilometer vor dem Ziel von seinem Landsmann und Weltmeister Bevan Docherty gelöst hatte. Der erst 23-jährige Schweizer Sven Riederer holte Bronze.

Das Entscheidende für Domnik passierte auf dem Rad. Zwar war der ÖTRV-Athlet nur als 48. bzw. Vorletzter aus dem Wasser gekommen und auch der Rückstand von 1:45 Minuten war da schon größer als erhofft. Doch im zweiten Bewerb wäre etwas drinnen gewesen, war er doch in einer starken Dreier-Gruppe. Einer von Domniks beiden Begleitern musste jedoch später wegen eines Defekts aufgeben. „Ich hab’ alles versucht, viel Führungsarbeit geleistet. Aber die meisten Fahrer, auf die wir aufgefahren sind, haben den Bewegungsfluss blockiert.”

Dennoch verbesserte sich Domnik bis zur zweiten Wechselzone auf Position 27, beim Laufen fehlte ihm aber die auf dem Rad aufgebrauchte Energie und er verlor in seiner eigentlichen Domäne noch zehn Plätze und viel Zeit. Domnik: „Viele, die inaktiv gefahren sind, sind dann plötzlich wie die Henker gelaufen. Ich bin ein bisschen traurig, dass man bei Olympia nicht ein bisschen zusammen arbeitet. Die Qualifikationsphase ist so lang und hart, und wenn es dann so weit ist, fahren manche spazieren.” Einen Umstieg in eine andere olympische Disziplin für Peking 2008 will der WM-13. 2002 nicht ausschließen. „Die Spiele sind einfach toll.”

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