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"Unsere Schule soll Spaß machen"

Umbauarbeiten bei Schule in Alberschwende
Umbauarbeiten bei Schule in Alberschwende ©Peter Strauß

Alberschwender Pilotprojekt ist für LR Stemer die “Schule der Zukunft”. (Ein Bericht von Peter Strauß)

Alberschwende. Doppelt Grund zur Freude für die “neuen Mittelschüler” in Alberschwende: wegen umfassender Umbauarbeiten an ihrer neuen Schule dauern die Ferien eine Woche länger und wenn sie dann das Schuljahr beginnen, können sie es in einer “neuen” Schule tun, die nach modernsten pädagogischen Erkenntnissen konzipiert wurde und die, so Schullandesrat Siegi Stemer im Gespräch mit den VN, als “Schule der Zukunft” Modellcharakter haben soll und für deren Konzept es im Land bereits großes Interesse gibt.

Pädagogikpionier

Doppelt Grund zur Freude auch für Direktor Thomas Koch, der seine Jubiläen – 50 Jahre alt, zehn Jahre Direktor in Alberschwende – mit der Verwirklichung einer Vision feiern darf: “Schule soll Spaß machen. Ich möchte, dass die Kinder lieber in die Schule gehen – und die Lehrer ebenso”, war seine Vorstellung.

Gute Zusammenarbeit

Als eine umfassende Modernisierung des Schulgebäudes anstand, hatte er das Glück, mit Bürgermeister Reinhard Dür, den Gemeindemandataren und dem Elternverein sowie den Architekten die richtigen Partner für sein Vorhaben zu finden. Sein Team, die Lehrerinnen und Lehrer einschließlich Schulwart, stand ohnehin von Anfang an hinter dem Konzept, das er auf 80 Seiten dargelegt hatte.
“Wir haben Schulen in Holland besucht, waren auf Exkursionen in der Schweiz und in Deutschland und hatten am Ende das Glück, dass Bürgermeister Dür und die Gemeindevertretung auch bereit waren, das Geld für den hohen baulichen Standard in die Hand zu nehmen”, erläutert der engagierte Pädagoge, der auch in der ARGE Lehrerfortbildung aktiv ist, bei einem Lokalaugenschein auf der Baustelle.

Lernlandschaften

Kern der “Hardware”, der Schulräumlichkeiten, ist die Auflösung traditioneller Anordnung von Klassenzimmer, Bibliothek, PC-Raum und Lehrmittelräumen. “In der ,neuen’ Schule gibt es das alles nicht mehr. Es entstehen für jeweils zwei Klassen der gleichen Schulstufe pro Etage Lernlandschaften, wo alle Lehrmittel einschließlich PC ständig verfügbar sind, wo man nicht dauernd die Räume wechseln muss. Bei uns hat jede der vier Schulstufen sozusagen ihre eigene Schule in der Schule”, so Koch.

“Eine Stange Geld”

“Seinem” Direktor diesen Traum zu verwirklichen, war nicht einfach, räumt Bürgermeister Dür ein, denn die Umbauarbeiten einschließlich des Pausenhofs, der als “Welle” konzipiert ist, “haben eine schöne Stange Geld gekostet, zumal wir auf hohen baulichen Standard größten Wert gelegt haben. Und dass wir jetzt keinen EDV-Raum mehr haben, sondern in der Schule fast 200 PCs stehen, hat die Sache auch nicht gerade verbilligt”, schmunzelt der Gemeindechef, weil er überzeugt ist, dass dieses Geld sehr gut angelegt ist. “Früher”, so Koch, “waren auf einer Etage rund 55 Prozent der Fläche für den Unterricht genutzt. Künftig werden es durch Einbeziehung der Gänge, Lehrmittelzimmer, PC-Raum usw. aber rund 90 Prozent sein. Wir haben mehr Raum zur Verfügung, können uns flexibel bewegen – jetzt liegt es an uns, meinem Lehrerteam, dass auch die Software stimmt und Schule wirklich Spaß macht”, erklärt Koch abschließend.

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