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UNO weist Annan-Beschuldigungen zurück

Die Vereinten Nationen haben einen Bericht zurückgewiesen, wonach UNO-Generalsekretär Annan entgegen seiner Beteuerungen doch in den Skandal um das Programm "Öl für Lebensmittel" verwickelt sein soll.

„Er wusste nicht, dass Cotecna einer der Bewerber um den Vertrag war“, sagte UNO-Sprecher Fred Eckhard am Dienstag (Ortszeit) in New York.

Bei der Schweizer Beraterfirma Cotecna, die 1998 im Zusammenhang mit dem UNO-Programm einen Vertrag über zehn Millionen Dollar jährlich bekommen hatte, war auch Annans Sohn Kojo angestellt.

Die „New York Times“ (NYT) hatte zuvor berichtet, ihr liege ein Memo des Cotecna-Vizepräsidenten Michael Wilson vor, in dem er von einem Treffen mit Kofi Annan „und seinem Gefolge“ in Paris im Dezember 1998 berichte. Bei dem Gespräch sei Cotecna die Unterstützung Annans für die Bewerbung um den UNO-Auftrag versichert worden, schrieb Wilson, ein Freund der Familie Annan, laut „NYT“ weiter. Zehn Tage später erhielt das Unternehmen den Auftrag. Der UNO -Sprecher betonte, in den Unterlagen zu Annans Paris-Besuch 1998 gebe es keinen Hinweis auf ein Treffen mit Wilson. Auch der Generalsekretär erinnere sich nicht daran.

Das Programm “Öl für Lebensmittel“ mit einem Volumen von insgesamt 64 Milliarden Dollar (52,8 Mrd. Euro) erlaubte es dem Irak unter Saddam Hussein, zwischen 1996 und 2003 trotz der UNO-Sanktionen eine begrenzte Menge Erdöl auszuführen und im Gegenzug Lebensmittel und Medikamente zu importieren. Bei den Geschäften sollen Schmiergelder in Milliardenhöhe geflossen sein, die auch die Kassen des irakischen Machthabers füllten.

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