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UNO-Sicherheitsrat vertagt Irak-Beratungen

Der UNO-Sicherheitsrat hat seine Beratungen über eine neue Irak-Resolution angesichts des Widerstandes Russlands gegen einen amerikanisch-britischen Entwurf vertagt.

Die 15 Ratsmitglieder vereinbarten weitere Konsultationen am kommenden Freitag, teilte der amerikanische UNO-Botschafter John Negroponte am Mittwochabend (Ortszeit) in New York mit.

Er betonte aber nach dem Treffen, dass „die Zeit verstreicht und der Rat so schnell wie möglich handeln sollte“. Der US-Diplomat äußerte sich zuversichtlich, dass es trotz bestehender Differenzen zu einer Einigung kommen werde. Den USA gehe es um „eine starke Resolution, die dem Irak klar macht, was geschieht, wenn er sich nicht daran hält“.

Der britische UNO-Botschafter Jeremy Greenstock erklärte, die Konsultationen könnten noch mehrerer Tage dauern. Unter anderem wolle der Sicherheitsrat vor einer Entscheidung den UNO-Chefinspekteur Hans Blix anhören, der nicht vor Montag in New York erwartet werde. Greenstock sagte vor Medienvertretern, London und Washington hätten dem Rat eine nochmals leicht überarbeitete Resolution vorgelegt. Darin sei die klare Zusage enthalten, dass der Sicherheitsrat bei Zuwiderhandlungen des Irak gegen die angestrebten UNO- Waffenkontrollen zu weiteren Beratungen zusammentreten werde.

Russland hatte auch dem überarbeiteten amerikanisch-britischen Text bereits vor Beginn des Treffens der 15 Ratsmitglieder öffentlich eine Abfuhr erteilt und damit indirekt ein Veto angedroht. Der Text enthalte nach wie vor einen so genannten Automatismus zur Gewaltanwendung, erklärte Moskaus UNO-Botschafter Sergej Lawrow. Seine Regierung werde dem nicht zustimmen. Moskau könne „nicht umsetzbaren, unrealistischen Forderungen“ nicht zustimmen, sagte der russische Diplomat.

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