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UNO setzt Hilfsaktionen im Tschad nach Ermordung eines Helfers aus

Nach der Ermordung eines französischen Mitarbeiters einer Hilfsorganisation im Tschad sind am Freitag alle nicht unbedingt notwendigen humanitären Aktionen in dem zentralafrikanischen Land für 24 Stunden eingestellt worden.

Mit diesem Protest solle auf die zunehmende Gefährdung der Helfer hingewiesen werden, sagte die Sprecherin des UNO-Büros zur Koordinierung humanitärer Aktionen (OCHA) Elisabeth Byers in Genf. Die Arbeit leide nicht nur unter der schlechten Sicherheitslage im Osten des Tschad. Helfer wurden schon wiederholt zu Opfern gezielter Angriffe.

Der Franzose Pascal Marlinge, der als Direktor der britischen Hilfsorganisation Save the Children im Tschad arbeitete, war am Donnerstag im Osten den Landes von bewaffneten Männern in Uniform angehalten und mit einem Kopfschuss getötet worden. Ende des vergangenen Jahres wurde im Tschad bereits ein Fahrer des UNO-Flüchtlingshochkommissariats UNHCR getötet.

“Es handelt sich um einen unwürdigen Akt der Barbarei”, sagte Außenminister Bernard Kouchner, Mitbegründer der Organisation Ärzte ohne Grenzen. “Ich verlange von den tschadischen Behörden die vollständige Aufklärung.” Kouchner sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Der Osten des Tschad grenzt an die sudanesische Krisenregion Darfur. Zudem kämpfen in der Region Rebellengruppen gegen tschadische Regierungstruppen.

Die EU hat Anfang des Jahres mit der Stationierung einer Friedenstruppe im Osten des Tschad begonnen. Rund 150 österreichische Bundesheersoldaten sind derzeit im Tschad zum Schutz von Flüchtlingen und Hilfsorganisationen eingesetzt.

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