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UNO: Kaschmir Todesfalle für Zehntausende

Zweieinhalb Wochen nach dem Erdbeben hat das UNO-Welternährungsprogramm (WFP) vor zahlreichen Hunger-toten in Pakistan gewarnt. Zur Verteilung von Wintervor-räten für die Katastrophenregion blieben nur noch fünf Wochen. Mehr

„Blockierte Straßen, Schnee und ein erheblicher Mangel an Geldern könnten eine Todesfalle für zehntausende Menschen schaffen, die (das Beben) überlebt haben“, teilte das WFP am Dienstag in Islamabad mit.

Das Welternährungsprogramm und das Flüchtlingshilfswerk UNHCR baten erneut eindringlich um mehr internationale Hilfe.

Das WFP hat nach eigenen Angaben bisher nur 13 Prozent der erbetenen 56 Millionen US-Dollar (46,7 Millionen Euro) erhalten. Das Geld wird zur Versorgung von fast einer Million Überlebender benötigt. UNHCR habe um 22 Millionen Dollar (18,4 Mio. Euro) gebeten, bisher seien nur vier Millionen (3,35 Mio. Euro) eingegangen, sagte UNHCR-Sprecherin Jennifer Pagonis in Genf. Die Organisation habe aber bereits fast 7,5 Millionen Dollar (6,28 Mio. Euro) Erdbebenhilfe ausgegeben oder zugesagt.

Der Mangel an Geldern mache die Planung „extrem schwierig“. In Pakistan hat das Erdbeben knapp drei Millionen Menschen obdachlos gemacht. Viele davon sind dem herannahenden Winter schutzlos ausgeliefert.

Pagonis sagte, die Temperatur im Katastrophengebiet sinke drastisch. Eine jeden Tag wachsende Zahl Überlebender sei gezwungen, aus ihren Bergdörfern in tiefer gelegene Gegenden zu fliehen. WFP-Regionaldirektor Amir Abdulla warnte: „Es muss jedem klar sein, dass viele Menschen sterben könnten, wenn wir nicht schnell handeln. Wir müssen viel mehr und viel schneller Mittel aufbringen.“ Überlebende seien von anhaltenden Nachbeben traumatisiert und wütend über die Langsamkeit, mit der die Hilfe zu ihnen gelange. Nachbeben erschweren nach Angaben von Helfern auch die Rettungsarbeiten.

Die offiziell bestätigte Zahl der Erdbebenopfer liegt in Pakistan bei 51.382 Toten und 74.498 Verletzten. In Indien waren bei dem Erdbeben vom 8. Oktober mehr als 1.600 Menschen ums Leben gekommen. Ein weiterer Anstieg der Opferzahl wird befürchtet.

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