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Universitätsprofessor rastete beim Autofahren aus

Ein honoriger Universitätsprofessor hatte sich am Mittwoch im Wiener Straflandesgericht wegen Körperverletzung und Nötigung zu verantworten. Der angesehene Mediziner war am 16. Jänner 2008 in seinem BMW an einer Kreuzung beim Gürtel ausgerastet, nachdem er zuvor einen anderen Verkehrsteilnehmer "geschnitten" hatte.

Weil die Ampel Rot zeigte, verließ das spätere Opfer sein Fahrzeug und wollte den Arzt zur Rede stellen. Dieser sprühte ihm daraufhin Pfefferspray ins Gesicht und verletzte ihn am linken Auge. “Er hat mir fürchterliche Angst eingejagt. Er hat gegen meine Scheiben geklopft. Ich hab ihm eh gesagt ‘Gehen Sie weg, sonst muss ich mich wehren!’ In mir war Panik”, führte der Angeklagte nun vor Richter Ulrich Nachtlberger ins Treffen.

Darüber hinaus fuhr der Arzt mit seinem schnittigen Auto auf mehrere Passanten los, wobei es auch zu Berührungen kam. “Ich wollte einfach weg”, lautete seine Erklärung.

Im Hinblick auf die geständige Verantwortung, die bisherige Unbescholtenheit des Professors und seine Bereitschaft zur Schadensgutmachung – der mit dem Pfefferspray attackierte Mann hat 640 Euro Schmerzensgeld erhalten – wurde die Sache diversionell erledigt: Der Arzt erklärte sich zur Zahlung von 6.000 Euro bereit, im Gegenzug wurde das Verfahren ruhend gestellt. Der Angeklagte entging damit einer Vorstrafe.

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