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Ungarns Wirtschaftsentwicklung ist EU-Topp

Unter allen EU-Mitgliedern schließt Ungarn am schnellsten bei der Lissabon-Agenda zur Steigerung von Wachstum und Beschäftigung in Europa auf: Besonders die Wettbewerbsfähigkeit steige in Ungarn.

Das berichtet die ungarische Tageszeitung „Magyar Hirlap“ am Dienstag. Das Blatt beruft sich auf eine Studie des Londoner „Centre for European Reform“, erstellt anlässlich des am Dienstag in Brüssel beginnenden EU-Frühjahrsgipfels. Österreich liegt bei diesem Vergleich an drittletzter Stelle vor Deutschland und Rumänien.

Das Londoner Forschungsinstitut hat auf der „Lisbon Scorecard“ demnach die Leistung von 27 Ländern – 25 Mitgliedsstaaten und die beiden EU-Kandidaten Rumänien und Bulgarien – beurteilt. Dabei wurden bei der Platzierung der Staaten Kategorien wie die Anzahl der eingereichten Patente, die Höhe der Ausgaben für Forschung und Entwicklung, die Liberalisierung der Dienstleistungen, das Ausmaß des Internet-Zugangs sowie die Modernisierung der Sozialsysteme berücksichtigt.

Auf der Gesamt-Rangliste mit den aktuellen Leistungen bei der Umsetzung der Wirtschaftsstrategien belegt Ungarn laut dem Zeitungsbericht jedoch nur den 21. Platz. Hier stehe Schweden an erster Stelle, gefolgt von Dänemark und Großbritannien. Österreich nimmt demnach den sechsten Platz ein. Italien als Gründungsland der EU stehe hinter Ungarn an 23. Stelle. Schlusslichter seien Polen, Rumänien, Bulgarien und Malta.

Die im Jahr 2000 verabschiedete Lissabon-Strategie dient dem Ziel, die EU bis 2010 zur konkurrenzfähigsten Region der Welt zu machen und somit die USA zu überrunden. Als Triebfedern gelten die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Förderung von Innovation, Forschung und Entwicklung, und eine Fortsetzung der Liberalisierung der Binnenmärkte. Dabei sei die EU weit von den gesteckten Zielen entfernt, meint das Londoner Forschungsinstitut.

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