UNESCO-Welterbe in Israel verwüstet

Eine zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende antike Nabatäerstadt ist in Israel von Unbekannten verwüstet worden.

Der Minister für innere Sicherheit, Aharonowitsch, sprach bei einem Besuch in dem Nationalpark Awdat in der Negev-Wüste von einem “schweren Verbrechen”. Der Park zieht jährlich etwa 50.000 Besucher an. Im Jahr 2005 war die Stadt und der Park von der UNESCO als Welterbe anerkannt worden.

In der Nacht zum Montag waren in der Stätte hunderte archäologischer Ausstellungsstücke zerstört worden. Die unbekannten Vandalen hätten Steinbögen und antike Säulen umgestürzt und Gebäude aus dem dritten Jahrhundert mit Farbe besprüht, meldeten israelische Medien. Mitarbeiter der Stätte im Süden Israels hätten von einem “Pogrom” gesprochen, hieß es. Nach ersten Schätzungen könnte es etwa acht Millionen Schekel (knapp 1,5 Millionen Euro) kosten, die Schäden zu beheben.

Die Polizei verdächtigt Beduinen aus den umliegenden Dörfern, die sich so möglicherweise für die Zerstörung ihrer Wohnstätten durch Israel rächen wollten. Zwei Verdächtige, darunter ein Wächter der Avdat-Stätte, wurden festgenommen.

Awdat gilt als eine der vier antiken Städte im Negev, die von den Nabatäern entlang der Gewürzstraße errichtet wurden. Die Nabatäer waren ein arabisches Nomadenvolk, das im Karawanenhandel sehr erfolgreich war. Ein nabatäisches Königreich, dessen Hauptstadt Petra im heutigen Jordanien war, wurde im Jahre 106 von den Römern annektiert.

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