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Unerwünschtes Taktieren

Der Schweizer Ambrosi Hoffmann war am Freitag im Qualifikationstraining für die Weltcup-Abfahrt der Herren (Samstag 12:00 Uhr) der Schnellste. Für die ÖSV-Asse klappte das "Wettbremsen" unterschiedlich.

Olympiasieger Fritz Strobl (22. im Training) und Weltmeister Hannes Trinkl (27.) erwischten es dabei am besten, Pech hatte hingegen Gesamt-Weltcup-Sieger Stephan Eberharter, der als 32. den angestrebten Rang zwischen 25 und 30 hauchdünn verfehlte. Schnellster Österreicher im Training auf der bereits wieder knüppelharten “Stelvio-Piste war der Salzburger Michael Walchhofer als Dritter, auch seine Analyse des Geschehens bestätigt, dass das seit dieser Saison angewandte Qualifikationstraining nicht viel Freude macht. “Ich wollte mich eigentlich auf eine gute Nummer einbremsen – und jetzt bin ich nur fünf Hundertstel hinter dem Schnellsten”, meinte Walchhofer, der aber damit auch Selbstvertrauen für Samstag getankt hat: “Ich bin hierher gekommen, um zu gewinnen.”

Bei Stephan Eberharter, der lange Zeit auf Platz 30 gelegen war, hielt sich die Enttäuschung nach dem missglückten Trainings-Poker (0,21 Sekunden hinter dem 30.) in Grenzen. “Ich bin mir aber trotzdem sicher, dass ein gutes Ergebnis rauskommt.”

Glücklich mit ihrer Punktlandung im Kampf um bzw. gegen die Hundertstel waren Fritz Strobl und Trinkl. “Das war der erste Schritt zu einem guten Ergebnis”, freute sich Trinkl, der jedoch das Trainingsprozedere als “lächerlich” bezeichnete. Strobl stellte ebenfalls die Sinnfrage: “Ich mag das Taktieren nicht. Warum reagiert keiner?” Wie stark gebremst wurde, zeigt allein die Tatsache, dass die Trainingszeiten im Vergleich zum Vortag um rund zwei Sekunden langsamer waren.

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