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Unentschuldigt gefehlt: Parlamentier fliegt raus

Weil er dreimal hintereinander unentschuldigt Sitzungen des Parlaments schwänzte, hat der Regierungschef des südpazifischen Inselstaats Vanuatu, Edward Natapei, sein Mandat verloren.

“Die Anweisung ist klar und allgemein bekannt”, verteidigte ein Sprecher des Parlamentspräsidenten am Freitag die Entscheidung. Die Nachricht stürzte die kleine Inselrepublik in heftigen Aufruhr: Natapei kehrte umgehend vom Commonwealth-Gipfel auf Trinidad und Tobago zurück, sein Kabinett wurde zur Dringlichkeitssitzung einberufen.

Nach Angaben des politischen Analysten Derek Brien muss das Parlament in der kommenden Woche einen neuen Premierminister wählen. Bis dahin übernehme ein Übergangskabinett die Regierungsgeschäfte. “Einfach unglaublich, wie man so etwas Grundlegendes übersehen konnte”, sagte der Politikwissenschaftler. Um den Sitz zu behalten, hätte eine einfache Entschuldigung beim Parlamentspräsidenten genügt, dass Natapei wegen des Gipfels außer Landes sei. Laut Brien hatte ein Abgeordneter in den 1980er Jahren schon einmal aus genau denselben Gründen sein Mandat verloren. Er sagte für das Wochenende einen “heftigen Kuhhandel” um das Amt des Regierungschefs und andere Kabinettsposten voraus.

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