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Und bist du nicht willig...

Die Gemeinde Lustenau schiesst scharf gegen die Austria. Forderung: Einholung baubehördlicher Bewilligungen für fast alles, was im Reichshofstadion steht. Frist bis Samstag.

Die Überraschung setzte es für den neuen Austria-Stadionbeauftragten Mag. Konrad Ortner während dessen Einstandsgespräch mit den Gemeindeverantwortlichen über Pachtvertrag und andere Stadionangelegenheiten. Da bekam er von Gemeindesekretär Dr. Reinhard Alge eine dicke Mappe in die Hand gedrückt. Inhalt: Die Forderung zur Einholung behördlicher Bewilligungen für eine ganze Reihe von Einrichtungsobjekten im Reichshofstadion. Darunter die Spieluhr, Werbebanden, Gastrohütten, WC-Container, Kassahäuschen, andere Werbeanlagen. Mit dem Vermerk „Unverzüglich, Frist bis 10. 3. 2007“ verlangt die Gemeinde sogar die Beseitigung „illegal errichteter Bauwerke“, wie etwa das gute alte Blank-Hüttle oder den Casino-Würfel.

„Ich will mich jetzt darüber gar nicht aufregen. Wenn das die Antwort auf die Verhandlungen bezüglich Pachtvertrag und Arrangement mit dem FC ist, dann fehlen mir dazu einfach die Worte“, kommentiert Austria-Boss Hubert Nagel. Anders sieht das Gemeindesekretär Dr. Reinhard Alge. „Die Austria wurde schon vor einiger Zeit darauf aufmerksam gemacht, behördliche Bewilligungen für die im Stadion errichteten Objekte einzuholen.“

Dass man die Austria ausgerechnet jetzt, zwei Wochen vor dem ersten Heimspiel, mit diesem Konvolut von Forderungen überrascht, ist für Alge nichts Bösartiges. „Für so etwas gibt es aus Sicht des Betroffenen nie einen idealen Zeitpunkt.“ Bürgermeister Hans-Dieter Grabher weilte gestern auf Urlaub und war für eine „VN“- Stellungnahme nicht erreichbar. Als „traurigen Höhepunkt einer langen Auseinandersetzung zwischen Gemeinde und Austria“ sieht Vizebürgermeister Dr. Kurt Fischer die Maßnahme des Bürgermeisters.
„Es kann nicht sein, dass beide Seiten juristische Justamentstandpunkte einnehmen.

Es müssen vernünftige Lösungen her. Schon gar, nachdem sich im Rahmen des Sportstättenkonzept entscheidende Entwicklungen anbahnen“, sieht es Fischer. Schon morgen soll deshalb Austria-Präsident Hubert Nagel in den Gemeindevorstand gelanden werden und seine Sicht der Dinge kundtun.

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