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Umweltaktivist Rothschild fährt mit Katamaran aus Plastik-Flaschen

Mit einem aus Plastikflaschen gebauten Katamaran namens "Plastiki" will der britische Umweltaktivist David de Rothschild auf einer 11.000 Seemeilen (20.372 km) langen Reise auf die Vermüllung der Meere aufmerksam machen. Bilder

“Plastik macht mehr als 90 Prozent des Mülls auf unseren Meeren aus”, sagte der 30-Jährige der Zeitschrift “My Life”. “Mit der ‘Plastiki’ wollen wir auch die Möglichkeit des Recyclings zeigen. Das ist ein Boot, das die Welt so noch nie gesehen hat.”

Der Katamaran wurde in Anlehnung an die “Kontiki” des norwegischen Forschers Thor Heyerdahl benannt, der 1947 mit einem Balsa-Schiff von Peru in 101 Tagen nach Polynesien fuhr. Rothschild startet mit einer sechsköpfigen Crew aus Wissenschaftern und Abenteurern Ende April von Kalifornien nach Sydney und will dabei 11.000 Seemeilen zurücklegen. Die Fahrt soll unter anderem zum “Garbage Patch” (“Müllfleck”) führen, einer schwimmenden Müllhalde, die von den Strömungen zusammengetrieben wird. Ihre Fläche ist demnach um ein Vielfaches größer als Deutschland.

“Mein Ziel ist es, mit einer Mischung aus Erziehung und Unterhaltung die Kinder anzusprechen”, sagt Rothschild, der von seiner Expedition per Live-Stream im Internet berichten wird. Der Spross aus dem berühmten Bankiersgeschlecht hatte in Oxford Informatik und Naturmedizin studiert. Aufsehen erregte er bereits mit Expeditionen zum Nord- und Südpol sowie durch den ecuadorianischen Urwald. Die Schiffahrt ist für ihn dabei ein echtes Abenteuer: “Mir wird schon in der Badewanne schlecht”, sagte er.

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