Umstellung auf Papiertonne

Die Papiertonnen an der Abfallsammelstelle gehören bald der Vergangenheit an.
Die Papiertonnen an der Abfallsammelstelle gehören bald der Vergangenheit an. ©Daniela Lais
Die Papiersammlung in Hörbranz wird adaptiert – ab Herbst kommt die „private Tonne“.  Hörbranz. Die Hörbranzer Haushalte müssen sich in Zukunft auf Veränderung im Bereich der Papiersammlung einstellen.
Umstellung auf Papiertonne

Aufgrund der ständig stark verschmutzten Abfallsammelstellen wurde in der jüngsten Gemeindevertretungssitzung über Veränderungen in der Papiersammlung debattiert. Fritz Studer vom Umweltverband präsentierte Erfahrungswerte mit der Papiertonne. Das Prinzip der Tonne ist, dass jeder Haushalt mit einer 240 Liter Tonne bestückt wird, Wohnanlagen, die noch nicht mit einer eigenen Papiertonne bedient werden, sollen in Zukunft eine 1100 Liter Tonne zur Verfügung gestellt bekommen. Eigentümer dieser Tonnen wird die Gemeinde sein. Der Leerrhythmus würde sich verdoppeln, derzeit wird an den Altstoffsammelstellen zwei Mal pro Woche entleert, zukünftig soll die Entleerung bei den „privaten“ Tonnen vier Mal wöchentlich von Statten gehen.

 440 Tonnen Papier

 440 Tonnen Papier fallen in der Marktgemeinde Hörbranz jährlich an, das sind 25 Prozent weniger als der Landesschnitt aufweist. Aktuell stehen 35 Altstoffbehälter zur Verfügung, eine zusätzliche Abgabemöglichkeit beim Bauhof ist gegeben. „Das ist sehr wenig für die Größenverhältnisse einer solchen Marktgemeinde“, erklärt Studer. Die zukünftigen Papiertonnen würden laut Studer zu keinen Mehrkosten führen, im Gegenteil: „Durch die Reinigungskosten an den stark verschmutzten Sammelstellen fallen 10. bis 20.000 Euro jährlich an, diese Kosten würden wegfallen.“ Einzig die Anschaffung der Behälter würde mit 65. bis 70.000 Euro ins Gewicht fallen. Für die Bürgerinnen und Bürger entstehen keine Mehrkosten.

Freiwillige Basis

 Mit nur einer Gegenstimme wurde die neue Papiertonne in der Gemeindevertretungssitzung beschlossen, allerdings auf freiwilliger Basis. „Wir möchten das nicht zwangsweise einführen, jeder der sich für eine Tonne entscheidet, kann eine haben, die anderen müssen beim Bauhof entsorgen“, so Bürgermeister Karl Hehle.Nach einer Bürgerinformation, der Bestellung der Tonnen im Frühjahr und eine Abwicklung durch den Bauhof im Sommer, soll bereits im Herbst mit der „neuen Sammlung“ begonnen werden. Auch andere Gemeinden ziehen mit. In Lochau wurde das neue System bereits beschlossen, ebenso in Eichenberg und auch Möggers plant eine Umstellung. LAI

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Hörbranz
  • Umstellung auf Papiertonne
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen