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Umgestaltung des Wiener Donaukanals

Im Prozess der Umgestaltung des Wiener Donaukanals sind nun die Bürger gefragt: Am Montag eröffnete Planungsstadtrat Rudolf Schicker (S) in der Urania eine Ausstellung zum Vorhaben.

Hier können Interessierte bis Freitag im Gespräch mit Experten oder in einer Feedbackbox ihre Anregungen deponieren, die dann in die Planungen eingearbeitet werden. Der detaillierte Masterplan soll im April 2009 vorliegen, die Arbeiten bis 2015 weitgehend abgeschlossen sein.

Die Planer haben seit dem Auftrag des Gemeinderates zur Erstellung eines Masterplans vom Juni 2007 den 17,3 Kilometer langen Kanal in drei Zonen unterteilt, Ober- und Unterlauf sowie Mitte. Während in den beiden ersteren vornehmlich der Grünraum, die Stärkung der ökologischen Vielfalt und der Erholungsraum im Fokus stehen sollen, sind dies in der Mitte die urbanen Elemente. Der mittlere Bereich soll zum “urbanen Kultur- und Freizeitraum mit konsumfreien Erholungsräumen” werden.

Es werde Elemente wie die Abflachung von Ufern geben, um “das Wasser näher zu den Menschen zu bringen”, so Donaukanalkoordinator Bernhard Engleder am Montag. Mit neuen Rampen und Liften soll der Zugang barrierefreier gestaltet werden. Auch werde man am Ziel festhalten, bei künftigen Betreibern auf eine ganzjährige Nutzung zu drängen und Ideen wie Bootstaxis andenken.

Mit von der Partie ist auch Stadtpsychologin Cornelia Ehmayer, die Mitte 2007 ihre Studie “Wohlfühloase Donaukanal” vorgelegt hatte und daraufhin in das Planerteam integriert wurde. “Das, wofür sie sonst in einer Wellnesszone Geld bezahlen, bekommen sie am Donaukanal fast gratis”, so ihr Zwischenresümee.

Die Wiener ÖVP drängte am Montag auf eine schnellere Umsetzung der Pläne, die “eins zu eins” von der Volksparteien stammten und von der SPÖ lange abgelehnt worden seien, so Klubobmann Matthias Tschirf in einer Aussendung. Immerhin zeige sich: “Steter tropfen höhlt den Stein.”

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