Ukrainischer Geschäftsmann verliert serbische Staatsbürgerschaft

Sergej Kurtschenko wurde im März mit EU-Sanktionen belegt.
Sergej Kurtschenko wurde im März mit EU-Sanktionen belegt. ©AP
Serbien wird die Anfang der Woche an einen mit EU-Sanktionen belegten ukrainischen Geschäftsmann erteilte Staatsbürgerschaft wieder entziehen. Dies wurde am Samstag gegenüber dem Sender B-92 vom Kabinett des Ministerpräsidenten Aleksandar Vucic bestätigt.
Serbische Staatsbürgerschaft für Ukrainer

Sergej Kurtschenko, der dem im Februar abgesetzten ukrainischen Staatschef Viktor Janukowitsch nahesteht, hatte laut der Tageszeitung “Blic” am Montag in einem Eilverfahren die serbische Staatsbürgerschaft erhalten. Laut der Tageszeitung musste der Vorschlag für die Zuerkennung der Staatsbürgerschaft von einer Behörde kommen. Wie das Blatt am Samstag berichtete, seien unterdessen Ermittlungen eingeleitet worden, wie es dazu kommen konnte.

Serbien schließt sich Russland-Sanktionen nicht an

In der ukrainischen Krise ist der EU-Beitrittskandidat Serbien seit Monaten bemüht, zwischen Brüssel und Moskau zu lavieren. Serbien tritt einerseits für die territoriale Unversehrtheit der Ukraine ein, will sich andererseits aber nicht auch Sanktionen gegen Moskau anschließen. Russland ist ein sein wichtiger wirtschaftlicher und politischer Partner. Der serbische Präsident Tomislav Nikolic und Regierungschef Aleksandar Vucic hatten dies zuletzt am Donnerstag bei einem Besuch von EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn in Belgrad bekräftigt.

Sanktionen gegen Kurtschenko seit März

Der 29-jährige Jungunternehmer Kurtschenko machte sein Vermögen im Gasgeschäft. Nach dem Sturz Janukowitschs tauchte er unter; er soll öffentliche Gelder veruntreut haben und wird von den ukrainischen Behörden per Haftbefehl gesucht. Kurtschenko steht seit März auf der Liste mit den Namen umstrittener Ukrainer, deren Konten die EU eingefroren hat.

(APA)

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