Ukraine: Putins Erklärung an "Volkswehr Neurusslands"

Rebellen wollen ukrainischen Regierungstruppen freien Abzug gewähren.
Rebellen wollen ukrainischen Regierungstruppen freien Abzug gewähren. ©AP
Mit einer Erklärung hat sich der russische Präsident Wladimir Putin im Ukraine-Konflikt zu Wort gemeldet. Die Nachrichtenagentur dpa dokumentiert die Mitteilung des Staatschefs.
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“Appell von Russlands Präsident Wladimir Putin an die Volkswehr von Neurussland

Die Volkswehr hat offenkundig erhebliche Erfolge bei der Unterbindung der Gewaltoperation Kiews erzielt, die eine tödliche Gefahr für die Bevölkerung von Donbass darstellt und bereits zahlreiche Opfer unter den Zivilisten gefordert hat.

Dank des Vorgehens der Volkswehr wurde eine große Zahl ukrainischer Militärs eingekesselt, die an der Militäroperation nicht freiwillig, sondern auf Befehl teilnehmen.

Ich rufe die Kräfte der Volkswehr auf, einen humanitären Korridor für die eingekesselten ukrainischen Armeeangehörigen einzurichten, um sinnlose Opfer zu verhindern, um (den Militärs) einen freien Rückzug aus dem Kampfgebiet zu ermöglichen, damit sie sich mit ihren Familien vereinigen, damit sie zu ihren Müttern, Frauen und Kindern zurückkehren, damit den bei der Militäroperation Verletzten medizinische Hilfe geleistet wird.

Die russische Seite ist bereit, der Bevölkerung von Donbass, die infolge der humanitären Katastrophe leidet, humanitäre Hilfe zu leisten und wird sie leisten.

Ich rufe die Behörden der Ukraine ein weiteres Mal auf, die Kampfhandlungen unverzüglich zu stoppen, das Feuer einzustellen, sich zusammen mit Vertretern von Donbass an den Verhandlungstisch zu setzen und alle vorhandenen Probleme ausschließlich mit friedlichen Mitteln zu lösen.”

Rebellen wollen Regierungstruppen freien Abzug gewähren

Die Rebellen in der Ostukraine haben sich bereit erklärt, eingeschlossenen Regierungssoldaten freien Abzug zu gewähren. Sie seien damit einverstanden, einen humanitären Korridor zu öffnen, sagte einer ihrer Anführer, Alexander Sachartschenko, dem Fernsehsender Rossija 24 am Freitag. Allerdings müssten die Soldaten ihre schweren Waffen und Munition zurücklassen.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte die Rebellen zu einem solchen Schritt aufgefordert. Nach Darstellung der NATO nimmt Russland mit mehr als 1.000 eigenen Soldaten und schwerem Kriegsgerät an den Kämpfen in der Ostukraine teil. Die Regierung in Moskau weist dies zurück.

(APA)

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