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Übersaxen: Prekäre Situation für einziges Lebensmittelgeschäft

Rainer Duelli über die aktuellen Entwicklungen in Übersaxen.
Rainer Duelli über die aktuellen Entwicklungen in Übersaxen. ©VOL.AT/Schmidt
Übersaxen - Die kleine Gemeinde Übersaxen setzt auf die Zukunft der jungen Familien und bemüht sich um den Erhalt des einzigen Lebensmittelgeschäftes im Dorf. VOL.AT sprach mit Bürgermeister Rainer Duelli über die aktuellen Entwicklungen in seiner Gemeinde.
Bürgermeister Duelli im Interview


Ein wichtiges Thema, dass die Gemeinde derzeit beschäftigt, ist die Erschließung von Bauplätzen im Dorf. So steht die Umwidmung des Gebietes Oberfeld vor dem Abschluss. Hier werden 30 Bauplätze in der Gemeinde erschlossen und es liegen auch schon die ersten Bauansuchen vor. “Damit können wir für die nächsten Jahre sehr guten Wohnraum zur Verfügung stellen”, freut sich Duelli, der bereits seit 20 Jahren die Geschicke von Übersaxen leitet. Wenn auch der Großteil der Grundstücke in privater Hand liegen, kann die Gemeinde trotzdem auch eigene Bauplätze anbieten, welche den Familien und Bewohnern von Übersaxen zur Verfügung gestellt werden sollen. “Wir wollen damit erreichen, dass jene Übersaxner, die im Dorf bleiben wollen, auch die Möglichkeit erhalten, weiter in der Gemeinde weiterzuleben bzw. zu bleiben”, erklärt Duelli.

Was die Nahversorgung in Übersaxen betrifft, hat die Gemeinde zwar das große das Glück, dass sie bereits seit 111 Jahren über einen Lebensmittelversorger im Dorf verfügt. Der Laden kann aber nur mit viel Aufwand erhalten werden. „Die Nahversorgung ist ein großes Problem für Kleingemeinden und Berggemeinden, wie es Übersaxen eine ist. Die Situation ist prekär und wir müssen sehr darauf achten, dass wir den Laden erhalten können“, weiß Duelli. Für den Übersaxner Bürgermeister ist klar, dass es im Falle einer Auflösung des bestehenden Dorfladens in Zukunft keinen Nahversorger mehr im Dorf geben wird. “Derzeit unterstützt die Gemeinde das Geschäft mit finanziellen Förderungen. Wir nehmen aber auch die Veranstalter in unserem Dorfsaal in die Pflicht, die hier bei unserem Nahversorger einkaufen müssen“, so Duelli. Für die Gemeinde sei das sehr wichtig, weil der Laden sonst nicht gehalten werden kann. Für Duelli ist klar, dass zu wenig für die kleinen Nahversorger getan wird und das Land zu sehr auf die Förderung von Großhandelsketten in den Ballungsräumen bedacht ist.

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