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Über ein Drittel der Vorarlberger Pleiten trifft einen Jungunternehmer

Pleiten sind eine Krankheit der Jungen, meint der KSV1870.
Pleiten sind eine Krankheit der Jungen, meint der KSV1870. ©Bilderbox
Ein großer Teil der 2014 in Vorarlberg in Insolvenz gegangenen Firmen war noch sehr jung. Von den im vergangenen Jahr insgesamt 161 pleite gegangenen Firmen existierten 36,8 Prozent erst drei Jahre.
Schon 5 Ländle-Bäckereien pleite
Drei "Top-Insolvenzen im 1. Quartal
Im Vergleich wenig Insolvenzen

Je älter ein Unternehmen ist, desto stabiler ist es, zeigen die aktuellen Zahlen des Kreditschutzverbandes von 1870 (KSV1870).

Vorarlberg: Wenig Pleiten, aber auch wenig Firmengründungen

In Vorarlberg gab es im vergangenen Jahr österreichweit gesehen zwar die wenigsten Pleiten (161), allerdings auch am wenigsten Neugründungen (1.330). Der Anteil an insolventen Jungunternehmen ist mit 36,8 Prozent jedoch der zweithöchste in ganz Österreich nach Wien, 1.667 Pleiten bei 8.256 Neugründungen, davon 39,5 Prozent Jungunternehmer.

Risiko für Jungunternehmer in Vorarlberg

Aufgeschlüsselt verteilen sich die 161 Vorarlberger Firmenpleiten wie folgt: Drei Firmen gingen noch im Gründungsjahr 2014 pleite, je 19 gab es seit 2013 und 2012. Von den 2011 gegründeten Unternehmen schafften es 15 nicht mehr, 105 gab es seit 2010 oder länger.

Mehr neue Firmen, aber von Gründerboom keine Spur

Insgesamt kam es in Österreich im letzten Jahr bei 37.054 Firmengründungen zu 5.423 Insolvenzen, davon ging gut ein Drittel (34,3 Prozent) auf das Konto von Firmen, die erst maximal drei Jahre existierten. Von den neuen Firmen waren 80 Prozent (29.733) Einzelunternehmer und 20 Prozent (7,321) im Firmenbuch eingetragene, also protokollierte Unternehmen.

Von Gründerboom kann man in Österreich nicht sprechen.
Von Gründerboom kann man in Österreich nicht sprechen. ©Von einem Gründerboom kann man in Österreich nicht sprechen.

Insgesamt brachte 2014 einen Anstieg bei den Neugründungen von 0,3 Prozent, von einem Gründerboom könne man da noch nicht sprechen. Die Zahl der Gründer sei zwar etwas gestiegen, reiche aber nicht aus, um die Pleiten zu kompensieren, schreibt Hans-Georg Kantner, Leiter Insolvenz beim KSV1870, in einer Aussendung. Seit 2011 gebe es einen leichten Trend zu mehr Firmengründungen.

“Voraussetzungen fehlen sehr oft”

Das Land habe laut Kantner nach wie vor Aufholbedarf, was die Zahl der aktiven Unternehmen betreffe, so Kantner. Es sei heute nicht einfach, mit einer neuen Produktidee am Markt zu reüssieren und die wenigsten Start-ups legten eine Erfolgsstory à la Runtastic hin.

Umso wichtiger sei es, am Beginn einen soliden Businessplan zu haben, eine gesicherte Finanzierung, Branchenkenntnisse und auch profundes wirtschaftliches Knowhow. “Doch diese Voraussetzungen fehlen leider sehr oft.”

Unternehmerisches Risiko in den ersten Jahren.
Unternehmerisches Risiko in den ersten Jahren. ©Unternehmerisches Risiko in den ersten Jahren. (Quelle: KSV1870)
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