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Serieneinbrecher konnte gefasst werden

Auch Waffen erbeutete der Mann bei seinen Touren.
Auch Waffen erbeutete der Mann bei seinen Touren. ©Polizei
Nach 60 Einbrüchen in Schulen und öffentliche Gebäude in Österreich, bei denen ein Gesamtschaden von mindestens 300.000 Euro entstand, und rund 100 in Deutschland war für einen Verdächtigen im Waldviertel Endstation. Der 45-jährige deutsche Staatsbürger, der von der Staatsanwaltschaft Feldkirch zur Festnahme ausgeschrieben war, wurde unmittelbar nach einer Tat am 28. April im Zuge einer Fahndung in Zwettl erkannt und festgenommen.
Waffen, Messer und Munition gestohlen

In seinem Rucksack befanden sich drei Faustfeuerwaffen und 180 Stück Munition – entwendet bei einem Schützenverein in Bayern, verwies Landespolizeidirektor Franz Prucher bei einer Pressekonferenz am Freitag auf die Gefährlichkeit des in seiner Heimat amtsbekannten Mannes. Er habe sich zu sämtlichen Einbruchsdiebstählen geständig gezeigt.

DNA-Treffer führten zu Erfolg

Wie Chefinspektor Josef Grasel von der Diebstahlsgruppe des LKA (Landeskriminalamt NÖ) ausführte, haben grenzüberschreitende Polizeiarbeit und DNA-Treffer zu dem Erfolg geführt. Nachdem die Einbruchsserie in Ulm begonnen hatte, waren Vorarlberg und Tirol, dann Ober- und Niederösterreich betroffen. Der Verdächtige reiste per Bahn oder Bus quasi von Tatort zu Tatort. Da er meist samstags in Schulgebäude eindrang, wurden die Diebstähle – u.a. schnitt er mit einem Winkelschleifer Tresore auf – erst montags entdeckt – bis auf Zwettl, wo der Schuldirektor den Einbruch sofort bemerkte.

Polizeifunk abgehört

Nach seinen Angaben übernachtete der 45-Jährige vorwiegend in Pensionen – Ausweise könnte er gefälscht haben, da er in Deutschland Blanko-Pässe gestohlen habe. Im Gefängnis habe der Mann eine Ausbildung zum Elektrotechniker absolviert, die ihm offenbar zu Gute kam, berichtete Grasel von dessen technischer Ausrüstung: Mithilfe eines kleinen Laptops habe er Schulstandorte und Gegebenheiten ausgekundschaftet und auch Polizeifunk abgehört. Die jeweilige Beute bewegte sich zwar nur um 500 Euro, einmal waren es 9.000 Euro, bei den Einbrüchen entstand jedoch beträchtlicher Sachschaden.

(APA)

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