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UBS streicht 8.700 Stellen

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Nach weiteren Milliardenverlusten tritt die Schweizer Großbank UBS auf die Kostenbremse.

Das Institut will bis zum nächsten Jahr weltweit 8.700 Stellen abbauen, davon 2.500 in der Schweiz. Bis Ende 2010 sollen die Kosten um bis zu 4 Mrd. Franken (2,6 Mrd. Euro) gesenkt werden. Die UBS-Aktien eröffneten am Mittwoch um 7,3 Prozent tiefer.

Bis 2010 soll der Personalbestand von derzeit 76.200 Beschäftigten auf 67.500 reduziert werden. Das entspricht einem Abbau um 11,4 Prozent.

Vor der Aktionärsversammlung am Mittwoch gab die größte Bank der Schweiz erste Eckdaten zum ersten Quartal bekannt. Demnach fiel von Jänner bis März erneut ein Verlust von rund 2 Mrd. Franken an. Die Kapitalquote sinkt vermutlich auf zehn Prozent, nachdem es zum Jahreswechsel noch 11,5 Prozent gewesen waren.

In der im voraus verbreiteten Rede vor der Generalversammlung spricht Konzernchef Oswald Grübel von einem unbefriedigenden Ergebnis und äußert sich skeptisch über die weitere Entwicklung. Grübels Vorgänger Marcel Rohner hatte sich noch überzeugt gegeben, dass die UBS 2009 in die Gewinnzone zurückkehren werde.

Besonders belastet ist das Geschäft mit der Vermögensverwaltung: Im Bereich “Wealth Management” gab es einen Nettoverlust von 23 Mrd. Franken. Dabei wirkte sich auch die als Kapitulation vor der US-Justiz gewertete Entscheidung vom 18. Februar aus, als die UBS auf Anordnung der Eidgenössischen Finanzaufsicht (FINMA) 255 Kundenakten ausgehändigt und 780 Mio. Dollar (588 Mio. Euro) bezahlt hat, um eine Anklage wegen Begünstigung von Steuerhinterziehung zu vermeiden.

Der neuerliche Milliarden-Verlust der UBS im ersten Quartal hat die Anleger verschreckt. Die UBS-Aktien eröffneten am Mittwoch um 7,3 Prozent tiefer auf 12.30 Franken. Das Ergebnis sei “eine Riesenenttäuschung”, sagte ein Händler. Nach unerwartet guten Zahlen von Goldman Sachs und Wells Fargo sei bei der UBS zumindest ein ausgeglichenes Resultat erwartet worden.

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