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Überschwemmungen in Indonesien

Erdrutsche und Überschwemmungen nach heftigen Unwettern haben auf der indonesischen Insel Sulawesi vermutlich mehr als 330 Menschen in den Tod gerissen.

Bis Donnerstag seien mindestens 200 Leichen geborgen worden, sagte ein Behördensprecher in Makassar, der Hauptstadt der Provinz Süd-Sulawesi. Die Zahl der Vermissten gab er mit 133 an.

Allerdings schwand die Hoffnung, noch auf Überlebende zu stoßen. Reißende Fluten und Schlammlawinen machten in der Region mindestens 7.000 Menschen obdachlos, die in Notquartieren untergebracht wurden.

Am schwersten wurde der Bezirk Sinjai getroffen, wo den Angaben zufolge mindestens 184 Menschen starben. Vermutlich seien aber noch viele weitere unter Erdmassen begraben, sagte ein Behördensprecher. Auf der Suche nach Verschütteten gruben sich Bergungs- und Rettungsteams, darunter auch Soldaten, durch meterhohen Schlamm. Da Straßen blockiert sind, gelangte schweres Räumgerät nur mühsam ins Katastrophengebiet. Im Bezirk Sinjai wurden etwa 30 Häuser in fünf verschiedenen Dörfern von Erdrutschen verschüttet.

Aus anderen Teilen Sulawesis wurden mindestens 16 Tote gemeldet. Die Fluten und der Schlamm hatten die Bewohner Dienstag früh im Schlaf überrascht. Die Wassermassen schwemmten mehrere hundert Häuser weg, überfluteten tausende Hektar Ackerland und zerstörten sechs Brücken. Die Strom- und Telefonverbindungen in dem betroffenen Gebiet auf Sulawesi seien unterbrochen, hieß es.

Der indonesische Vizepräsident Jusuf Kalla machte die rapide Abholzung der Wälder für die Katastrophe mitverantwortlich. Er forderte eine Untersuchung, inwiefern der in Indonesien weit verbreitete Holzdiebstahl eine Rolle spielte. „Die Flut kam so plötzlich, dass dies einen Hinweis liefert, dass die Wälder in keinem guten Zustand sind“, sagte der Vizepräsident nach Angaben der staatlichen indonesischen Nachrichtenagentur Antara.

Erst Anfang Jänner hatten Erdrutsche und Überschwemmungen auf der Insel Java mehr als 120 Menschen getötet. Hunderte Häuser und Unterkünfte wurden zerstört, tausende Menschen obdachlos.

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