Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Türkei: Steit wegen Kopftuch-Urteil

Ein islamischer Extremist hat am Mittwoch in Ankara fünf Richter des Obersten Verwaltungsgerichtes der Türkei angegriffen und teils lebensgefährlich verletzt.

Er begründete die Tat mit einem Urteil der Gerichtskammer im Kopftuchstreit. Die Zweite Kammer hatte das in der Türkei geltende Kopftuchverbot verschärft.

Der Anwalt war am Vormittag in die gerade begonnene Sitzung des Gerichts hineingeplatzt und hatte mehrere Schüsse gezielt auf die Richterbank abgefeuert. Laut Augenzeugen rief der 29-Jährige während der Schüsse: „Gottes Zorn komme über euch.“

Einer der Richter wurde am Kopf getroffen, er schwebt laut türkischen Medien in Lebensgefahr. Nur ein Richter blieb unverletzt. Er hatte sich rechtzeitig zu Boden geworfen. Der Schütze, ein Rechtsanwalt aus Istanbul, wurde nach seiner Festnahme von der Anti- Terror-Polizei verhört. Er habe bereits am Dienstag versucht, zum Kammerpräsidenten Mustafa Birgin vorzudringen, sei aber von Wachleuten entdeckt worden, berichtete das türkische Fernsehen.

Die Kammer hatte im Februar die Entlassung einer Lehrerin wegen ihres Kopftuches bestätigt. Das Urteil hatte für Aufsehen gesorgt, weil die Lehrerin das Kopftuch nicht in der Schule trug, wo Kopftücher ohnehin verboten sind, sondern nur auf dem täglichen Weg zur Arbeit. In der Türkei dürfen islamische Kopftücher nicht im öffentlichen Dienst oder in öffentlichen Institutionen getragen werden – weder in Schulen noch an Universitäten, nicht in Behörden, Banken und Krankenhäusern. Politiker aller Parteien verurteilten den Anschlag.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Welt
  • Türkei: Steit wegen Kopftuch-Urteil
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen