Türkei: Panik nach Erdbeben in Badeorten

Ein Erdbeben hat am Mittwoch Urlauber und Bewohner an der türkischen Ägäisküste in Angst versetzt. Die Erdstöße waren auch auf der griechischen Insel Kos zu spüren.

Die Erschütterungen gegen 6.00 Uhr rissen viele Menschen aus dem Schlaf. Mehrere leichtere Nachbeben sorgten auch in den folgenden Stunden für Anspannung, die meisten Touristen und Anrainer rannten aus ihren Häusern und Hotels auf die Straßen und verbrachten die Morgenstunden außerhalb der Gebäude.

„Es begann mit einem Getöse, das sich anhörte, wie der Soundeffekt in einem Film“, sagte Adil Erdem, ein Einwohner von Datca. „Dann hat das Haus stark gewankt und wir sind sofort rausgerannt.“ Das Epizentrum lag in der Bucht von Gökova. Die Istanbuler Kandilli-Erdbebenwarte gab die Stärke des Bebens mit 5,4 an, das Geodynamische Institut in Athen maß dagegen eine Stärke von 5,7.

In Bodrum und Marmaris wurden mindestens sieben Menschen verletzt, die in Panik aus Fenstern oder von Balkonen sprangen, wie der Gouverneur von Bodrum, Osman Eksi mitteilte. Viele Türken haben noch die Bilder von einstürzenden Gebäude aus den großen Erdbeben des Jahres 1999 vor Augen. Pfusch am Bau gilt in der Türkei als einer der Hauptgründe für den Zusammenbruch mehrstöckiger Gebäude. In der diesmal betroffenen Gegend sind die Häuser jedoch meist allenfalls zweistöckig, dazu werden viele Häuser wie etwa in Bodrum auf felsigem Untergrund gebaut.

In der Türkei waren neben Marmaris und Bodrum auch die Badeorte Didim, Fethiye und Datca betroffen. Die Türkei liegt in einer seismologisch aktiven Region, in der regelmäßig die Erde bebt. Im Nordwesten des Landes kamen 1999 bei zwei verheerenden Erdbeben etwa 18.000 Menschen ums Leben.

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