Türkei: Explosion in Antalya - 1 Toter

Eine Explosion hat am Montag die bei Touristen beliebte türkische Stadt Antalya erschüttert. Dabei wurde ein Mensch getötet, mindestens ein weiterer wurde verletzt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anatolien.

Die Polizei prüft die Möglichkeit eines terroristischen Hintergrunds. Dies berichtete der Fernsehsender CNN-Türk unter Berufung auf Polizeikreise. Ein Lokalreporter erklärte dagegen, die Explosion sei von Sprengstoff ausgelöst worden, wie ihn türkische Fischer verwendeten. Die Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi berichtete, dass zwei Personen zum Verhör festgenommen worden seien. Der örtliche Polizeichef Mujdat Özcan sagte der Agentur, die Ursache der Explosion werde noch untersucht.

Bei der Explosion im Hafen von Antalya ist ein 15-jähriger Türke ums Leben gekommen. Ein 14-jähriger Bub wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die Polizei riegelte den Unglücksort ab.

Die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), die sich inzwischen KONGRA-GEL nennt, hatte nach einem 15-jährigen Krieg gegen die türkische Armee 1999 einen Waffenstillstand ausgerufen und sich aus der Türkei in den Nordirak zurückgezogen. Der Kampf kostete 37.000 Menschen das Leben. Anfang Juni kündigte die Organisation die Waffenruhe wieder auf; seitdem gibt es im türkischen Kurdengebiet wieder vermehrt Anschläge und Gefechte. Die türkischen Behörden gehen zudem davon aus, dass die PKK in der vergangenen Woche zwei Bombenanschläge auf Hotels in Istanbul verübte.

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