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Türkei droht mit Einmarsch im Nordirak

Die Türkei droht mit einem Einmarsch ihrer Truppen in den Nordirak. Wenn dies zur Bekämpfung der kurdischen Rebellengruppe PKK (Kurdische Arbeiterpartei) nötig sei, werde es auch geschehen.

Dies sagte Ministerpräsident Erdogan in einem Fernsehinterview. Erdogan reagierte damit auf die Zunahme von PKK- Anschlägen in der Türkei in den letzten Wochen. Ausgangspunkte dieser Angriffe sind Lager der Rebellen im Norden des Irak. Dort haben sich die PKK-Kämpfer in den vergangenen Jahren offenbar neuen Sprengstoff und neue Kenntnisse für den Guerrillakampf aneignen können.

Die PKK hatte sich 1999 nach einem 15-jährigen Krieg gegen die Armee aus der Türkei über die Grenze in den Nordirak zurückgezogen. Seit dem vergangenen Sommer greifen die Rebellen aber wieder verstärkt Ziele in der Türkei an, um Ankara zu einer Generalamnestie für alle Kurdenkämpfer zu zwingen.

Mehr als eine Tonne Sprengstoff habe die PKK mittlerweile in ihren Arsenalen, nehmen die türkischen Behörden an. Stück für Stück werde das Material über die 330 Kilometer lange und kaum wirksam zu überwachende Landgrenze aus dem Irak in die Türkei geschmuggelt. Die türkische Armee hat rund 1.500 Soldaten auf der irakischen Seite der Grenze stationiert, um den PKK-Kämpfern eine Rückkehr in die Türkei zu erschweren; diese begrenzte Truppenpräsenz wird von den USA, der irakischen Übergangsregierung und den irakischen Kurden toleriert.

Nun deutete Erdogan jedoch an, dass bald noch mehr türkische Soldaten ins Nachbarland einrücken könnten. Mehrere Dutzend Menschen sind allein seit dem Frühjahr bei PKK-Anschlägen im türkischen Südosten ums Leben gekommen. Bei den meisten dieser Anschläge wurden ferngesteuerte Sprengsätze verwendet. Bei einem Angriff auf Soldaten benutzten PKK-Kämpfer jetzt sogar Raketen – auch das ist eine neue Waffe für die Kurdenrebellen.

Türkische Forderungen, die Besatzungsmacht USA solle mit militärischer Gewalt gegen die PKK in Nordirak vorgehen, lehnt Washington bisher ab. Im Fernsehsender CNN-Türk ließ Erdogan erkennen, dass er allmählich die Geduld verliert.

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