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Tumulte in Mailänder Chinatown

Tumulte in Mailands Chinatown heizen die Debatte über Ausländerintegration in Italien an. Innenminister Amato warnte, die chinesische Gemeinde sei eine geschlossene Welt.

„Sie arbeiten nicht für die Integration. Bei den Chinesen ist die Isolierung ein Muss“, sagte er in einem Interview.

Am Donnerstag waren Tumulte in einem Viertel der lombardischen Metropole mit hoher Anzahl chinesischer Immigranten ausgebrochen. Nachdem die Polizei gegen eine chinesische Autofahrerin eine Strafe verhängt hatte, brach der Protest Hunderter von Immigranten aus, die behaupteten, die Frau sei von den Beamten geschlagen worden.

Zirka 300 Chinesen gingen auf die Polizisten los, die Carabinieri mussten mit Knüppeln und Tränengas eingreifen. Die Immigranten blockierten die Straße mit Müllcontainern, die Polizei wurde mit Wasserflaschen beworfen. Bei den Krawallen wurden mindestens 14 Polizisten verletzt, einer von ihnen wurde mit gebrochener Hand ins Spital eingeliefert. Auch fünf Chinesen wurden verletzt, mehrere Autos beschädigt.

Der Konsul der chinesischen Volksrepublik in Mailand, Limin Zhang, zeigte sich über die Tumulte nicht überrascht. „Seit zwei Monaten werden die Chinesen in Mailand unter Druck gesetzt. Täglich werden Strafen gegen chinesische Kaufleute verhängt, im Viertel werden die Chinesen stets kontrolliert. Das erhitzt die Gemüter“, sagte der Konsul. Mailand ist mit 13.000 Chinesen die italienische Stadt mit der größten chinesischen Gemeinschaft in Italien.

Die Krawalle in Mailand heizten auch die politische Debatte in Rom an. Am Freitag will die Regierung Prodi ein neues Immigrationsgesetz verabschieden, das Ausländern, die seit über fünf Jahren legal in Italien leben, das aktive und passive Wahlrecht gewährt.

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